Neuerscheinungen


Pavol Rankov
MÜTTER
Der Weg der Wölfin durch den Gulag
Roman
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 334 Seiten, 16,90 €
ISBN 978-3-89998-350-0
 
Zum Buch
Der Gulag ist eines der großen Dramen der Menschheit im 20.Jahrhundert!
Besonders traumatisierend war im Gulag-System der ehemaligen sozialistischen Staaten das Schicksal der Frauen, insbesondere der Mütter und ihrer Kinder. In einer Welt voller Krankheit und Tod durchlebten sie ihre ganz eigene Geschichte der Liebe, Leidenschaft, Mutterschaft und kleinen Alltagsfreuden unter schwierigsten Bedingungen.
In diesem Roman wird das Thema Gulag weniger beschrieben, sondern die Mutterschaft, die Beziehung zwischen Mutter und Kind in Extremsituationen.
Der Roman beginnt in den letzten Monaten am Ende des Zweiten Weltkrieges. In einem kleinen slowakischen Dorf wird eine junge Frau, die schwanger von einem russischen Partisan zurückgelassen wurde zu einem Verhör der sowjetischen Besatzungsmacht gebracht und wegen angeblichen Verrat in ein Lager in die UdSSR unschuldig deportiert. In diesem Lager wird sie ihren Sohn zur Welt bringen - der viele Jahre später 1953, nachdem Tod von Stalin als Sowjetbürger - ein Pioniertuch um den Hals trägt...
Das Buch war in der Slowakei ein Bestseller, über den wochenlang in den Medien berichtet wurde.
 
Zum Autor
Pavol Rankov (Jg. 1964), promovierter Bibliothekswissenschaftler, arbeitet seit 1993 ist an der Philosophischen Fakultät der Comenius Universität Bratislava tätig und lehrt dort als Dozent für Informationswissenschaften.
Er begann seine schriftstellerische Karriere mit den Erzählbänden "S odstupom casu" / Mit zeitlichem Abstand (1995), "My a oni, Oni a my" / Wir und sie, Sie und wir (2001) und "V tesnej blízkosti" / In unmittelbarer Nähe (2004). Mit fantastischer und absurden Texten lotete er darin Situationen aus, für die im menschlichen Leben Gut und Böse nebeneinander existieren.
Mit einem ähnlichen Problem beschäftigte er sich auch in seinem letzten Erzählband "Na druhej strane" / Auf der anderen Seite (2013). In den Romanen "Stalo sa prveho septembra alebo inokedy" / Es geschah am ersten September oder andernmals (2008), "Matky" / Mütter (2011) und "Legenda o jazyku" / Die Legende von der Sprache (2018) widmet er sich den Individuen im gesellschaftlich-historischen Kontext. Den Gegensatz zu diesen Romanen bildet die Dystopie zu Mitteleuropa "Svätý mäsiar" / Der heilige Metzger (2016).
Sein neuester Roman "Miesta, co nie sú na mape", Orte, die nicht in der Karte stehen (2017) spielt in der Slowakei der Gegenwart.
Der Roman "Mütter" wurde bereits ins Russische, Ukrainische, Polnische, Tschechische, Slowenische, Bulgarische und Arabische übersetzt.



Alexander Glück

Der Sankt Marxer Biedermeierfriedhof
Ein magischer Ort von Wien in Texten und Bildern
Gebunden, 21,0 x 21,0, 124 Seiten, 19,90 €
ISBN 978-3-89998-326-5

Zum Buch
Der Friedhof Sankt Marx legt auf eindrucksvolle Weise Zeugnis von der Bestattungskultur der Biedermeierzeit ab.
Die Architektur der Gräber zeigt Vielfalt und Verspieltheit. Von Bedeutung ist er durch seine künstlerischen Plastiken an vielen Grabstellen, denn sie bekunden empfindsam die Gefühle der Hinterbliebenen für ihre Verstorbenen.
Wo immer man sich hier befindet, es kann das Grab einer bedeutenden Persönlichkeit sein, vielleicht sogar das von Wolfgang Amadeus Mozart. Die üppig wuchernde Natur und das an vielen Stellen wie verzaubert wirkende Areal machen die Anlage zu einem Ort der Ruhe, an dem man auf eine Reise in die Vergangenheit, aber auch ins eigene Seelenleben gehen kann.
Der Kulturforscher Alexander Glück zeigt den Sankt Marxer Friedhof in pointierten Texten und magischen Photographien so, wie er ist: nicht nur ein Relikt aus vergangener Zeit, sondern auch dem Zeitlauf unterworfen.

Zum Autor
Alexander Glück (Jg. 1969), aufgewachsen in Wiesbaden, studierte Buchwesen, Deutsche Volkskunde und Politikwissenschaft in Mainz. Danach arbeitete er für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Seit 2001 ist er Sachbuchautor mit den Schwerpunkten Stadtgeschichte/Unterwelt, Spendenwesen, Volkskunde, Netzkultur/Soziales. Umfangreiche Veröffentlichungstätigkeit bei vielen Zeitungen und Zeitschriften, u. a. Stern, Neue Zürcher Zeitung, Frankfurter Rundschau, Wiener Zeitung, Börsenblatt, Aus dem Antiquariat, Wiener Journal, Morgen/Kulturberichte u. v. m.
Seit 2006 freier Texter für das Versandhandelsunternehmen Manufactum. 2008/2009 erschienen zwei vielbeachtete kritische Bücher zum Spendenwesen und Fundraising, mit denen die aktuelle Spendendiskussion ausgelöst wurde ("Der Spendenkomplex", "Die verkaufte Verantwortung"). Er lebt mit seiner Familie in Österreich.



Anant Kumar
Berlin-Bombay
oder: Die Karriere eines Lehrers,
dessen Leben als Hochstapler zugrunde ging
Roman
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 324 Seiten, 19,90 €
ISBN 978-3-89998-349-4

Zum Buch
In seinem ersten Roman erzählt Anant Kumar in mitreißender Manier und auf verschiedenen Zeit- und Bedeutungsebenen von der  Liebe zwischen Dipak Talgeri und Eva Seilmeyer zwischen Deutschland und Indien.
Eine sympathische Darstellung der Kulturen und Gesellschaften in beiden Ländern, die auch selbstkritisch auf beide reflektiert.




Paul Rehfeld

Grenzbahnhof
Roman
Broschur, 14,8 x 21,0 cm
714 Seiten, 19,90 €
ISBN 978-3-89998-345-6

Zum Buch
Dieser Roman begleitet die Lebensstationen von Menschen aus der brandenburgischen Provinz und erzählt von ihrer Heimat, dem Oderbruch. Von den fünfziger Jahren in der jungen DDR bis in die deutsche Nachwendezeit der Neunziger spannt sich der geschichtliche Bogen.
Die alliierten Beschlüsse des Potsdamer Abkommens von 1945 haben die Oder in einen Grenzfluss verwandelt und den ehemaligen Vorortbahnhof Kamnitz zum Grenzbahnhof gemacht. Seitdem unterhält die Sowjetarmee auf einer Oderinsel eine bedeutende Garnison mit modernster Militärtechnik. Wegen der zahlreichen internationalen Gütertransporte und der Präsenz der sowjetischen Truppen geraten der Grenzbahnhof sowie das Dorf und seine Bewohner in das Visier von östlichen und westlichen Geheimdiensten.
Kalter Krieg, Mauerbau, Prager Frühling, Perestroika und Mauerfall prägen auch dieses abgeschiedene Dorf und seine Menschen. Den politischen und geschichtlichen Hintergrund der Story bildet unter anderem ein fiktionaler Spionagefall im Zusammenhang mit den Ereignissen des Prager Frühlings. Es geht jedoch nicht nur um Spionage und Politik, sondern auch um das Beziehungsgeflecht in den Familien und in der dörflichen Gemeinschaft.
Die Recherchen eines Bonner Journalisten in den Wendejahren bringen viele Wahrheiten ans Licht. Sie lassen alte Konflikte vergessen und beschwören neue Gegensätze herauf. Doch das Leben im Oderbruch nimmt wie eh und je seinen Lauf.

Zum Autor
Paul Rehfeld wurde im Oderbruch geboren und ist in der Landwirtschaft großgeworden. Mehr als zwanzig Jahre hat er in seinem Heimatdorf Kietz verbracht.Im benachbarten Golzow erlernte er den Beruf eines Landmaschinen-und Traktorenschlossers und legte in Seelow sein Abitur ab. Studiert hat er an der Handelshochschule Leipzig, hier erwarb er 1982 ein Diplom in der Fachrichtung Ökonomie des Binnenhandels.
Viele Jahr lebte er in Frankfurt/Oder, wo er eine Familie gründete und bis 1997 zu Hause war. Bis zur Wende war er in verschiedenen Führungspositionen des bezirklichen Großhandels für Waren des täglichen Bedarfs tätig. Paul Rehfeld lebt in Berlin-Karlshorst und engagiert sich beruflich in einem mittelständischen Unternehmerverband.
Mit dem Land Brandenburg, dem Oderbruch und seinen Menschen fühlt er sich noch immer stark verbunden, dort hat er viele Freunde und ist in mehreren lokalen Vereinen tätig. Der GRENZBAHNHOF ist sein Debütroman.



Martin A. Völker (Hg.)
Das Seuchenbüchlein
Lyrik und Prosa des Ausnahmezustands
Mit einem Essay herausgegeben von Martin A. Völker
Broschur, 11,5 x 18,0 cm, 144 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-351-7

Zum Buch
Der Mensch ist jenes Wesen, das versteht und lernt und deshalb gestärkt aus Krisen hervorgehen kann. Versuchen wir, diesem Anspruch gerecht zu werden. Die Corona-Pandemie stellt unsere Menschlichkeit in jedem Sinn des Wortes auf die Probe. Für Giovanni Boccaccio, Friedrich Schiller, Ludwig Börne oder Georg Heym, die das Seuchenbüchlein mit anderen vereint, bedeuteten ähnliche Krisen ästhetische Herausforderungen. Sie regen heute unser Nachdenken an, inwieweit die Ausnahmesituation Ausgangspunkt einer neuen Ethik und einer auf Liebe zur Natur basierenden Ökonomie sein kann. Zumindest sollten wir trotz allem, wie uns Mark Twain vorführt, nicht den Humor verlieren.




edition Bulgarische Visionäre
Herausgegeben von Detlef W. Stein

WASSIL LEWSKI (1837–1873)
Revolutionär – Freiheitskämpfer – Nationalheld
Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, 84 Seiten
mit 54 Fotografien und Illustrationen
gr. Bibliographie, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-346-3

Zum Buch
Eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der über 1300-jährigen Geschichte des bulgarischen Staates ist Wassil Lewski aus der Stadt Karlowo im Rosental. Er war eine der zentralen Figuren des bulgarischen Befreiungskampfes gegen die osmanische Herrschaft im 19. Jahrhundert.
Lewski verknüpfte in seiner Arbeit als Publizist, Gesellschaftstheoretiker und Revolutionär (west-)europäische Werte und die besten Traditionen des bulgarischen Volkes in exemplarischer Weise. Er steht mit seinem Leben und Werk in bester europäischer Tradition für Emanzipation, Freiheit und einer demokratischen Staatsform. Als ideologisch-politischer Führer der Widerstandsbewegung ab 1868 trat er für eine schnelle Unabhängigkeit der bulgarischen Gebieten ein – und für die Gründung eines eigenen demokratischen Staatswesens in einem zukünftigen Bulgarien.
Der Band gibt Auskunft über sein Leben und die Zeit der "nationalen Wiedergeburt" ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Karlowo.
Es werden die wichtigsten Orte in der Stadt kurz vorgestellt. Und der Anhang wird durch eine Übersicht zur deutsch- und englisch- sprachigen Literatur, sowie weitere wichtige lokale Informationen ergänzt.




BERLINER TRILOGIE

von Ernst Michael Schwarz

Der Tote im Luisenhain
Ein Köpenick-Krimi
Broschur, 12,5 x 19,0 cm
144 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-340-1

Zum Buch
Hauptkommissar Karl Sander ist genervt. Ein übel zugerichteter Toter im beschaulichen Köpenick, im Luisenhain in unmittelbarer Nähe seiner Stammkneipe.
Der Tote war mal eine gefürchtete und mächtige Person in Köpenick. Die Ermittlungen führen Sander und sein Team tief in die Vergangenheit zurück. Die Spur weist erst nach Gosen in einen Bunker und zu einer Waffenschieberbande nach Neukölln. Als Sander merkt, dass es hier auch um sein Leben geht, eine Vergangenheit, die dreißig Jahre zurückliegt und die er immer verdrängt hatte, ist es fast zu spät.
Wer ist der unbekannte Rächer, der seine blutige Spur durch Köpenick zieht? Was geschah 1987?

Rezension zum Buch - Juni 2020




Arian Leka
ENVER UND SEIN PARADIES
Illusionen und Propaganda im kommunistischen Albanien
Essays
Übersetzt von Loreta Schillock.
Broschur, 14,8 x 21,0, 260 Seiten, 16,90 €
ISBN 978-3-89998-344-9
Das wichtigste Buch 2019 in der Rubrik ESSAYS in Albanien!

Zum Buch
Das Buch des bekannten albanischen Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers ARIAN LEKA aus der Küstenstadt Durrës stellt uns die Gesellschaft Albaniens in den letzten 50 Jahren sehr anschaulich in den hier vorliegenden Essays dar. Er reflektiert dabei auch die Welt-Sicht der heutigen Albaner zu verschiedenen aktuellen Ereignissen der europäischen Geschichte.

„Das Ende meiner Jugend fiel in die Zeit des Zerfalls des Hoxha-Regimes. Man sagte damals, sein innerer Verfall sei derart fortgeschritten, dass es ohne Anstoß, von selbst zusammenbrechen würde. Im März 1967 erließ Hoxha das Religionsverbot und verfügte die Schließung der Glaubensstätten. Dazu kam die Zerstörung der Kirche Sankt Vlash am Rande der Stadt. Aus der Moschee wurde ein Kulturhaus.“

„Vor allem, wenn die Entwicklung des ganzen Landes in vollständige Isolation mündet, indem es sich verschließt und gleichzeitig das Ideal des Andersseins und der Autarkie predigt. Gefangen in dieser Falle der Isolation, unternahmen die Menschen alles, was in ihrer Macht stand, um ihr zu entkommen. Obwohl es nicht erlaubt war, begannen sie auf ihren Dächern mehr und mehr Antennen zu installieren, vor allem auf Italien ausgerichtet, das für uns der Inbegriff des Westens war. Außerstande, ein SOS an die Welt zu senden, warteten die Albaner jahrelang vergebens darauf, irgendeine Botschaft zu empfangen.“


Lothar Berg
MIGRANT ... und nun?
Das Leben des Alexander "Sascha" D.
Biographie, Broschur, 14,8 x 21,0 cm
ca. 510 Seiten, 19,90 €
ISBN 978-3-89998-332-6

Zum Buch
Die Biographie von Alexander D. ist eine in Fakten und Sprache ungeschönte Geschichte darüber, was man sich unter einem Migrantenschicksal tatsächlich vorzustellen hat.
Alexander ist Russlanddeutscher, der 1992 als achtjähriges Kind aus Kasachstan nach Deutschland gekommen ist. Der Lebenslauf des Protagonisten lässt nichts aus, was es an Klischees über Aussiedler gibt. Er deckt parallel dazu auch das Verschulden in der neuen Gesellschaft schonungslos auf, das ihn fast zwingt, diese Klischees erfüllen zu müssen.
Mit dieser Geschichte, die Jahre der Kindheit in Kasachstan umfasst, das jahrelange Einleben in Deutschland und die Gratwanderung zwischen Gefängnis und Integration, das Leben als Gangmitglied in Berlin-Marzahn, Kampfsportler und Weltmeister im Taekwondo und auch das „Happy End“ als Familienvater und erfolgreicher Unternehmer, möchte der Autor ein Beispiel dafür geben, dass ein friedliches Zusammenleben keine Utopie sein muss.
Es ist eine Gelegenheit nachzufragen, wie viel es wert ist, eine Heimat zu haben und diese zu erhalten.

Zum Autor
Lothar Berg wurde 1951 an der Ruhr geboren. Er war in verschiedenen Berufszweigen und in unterschiedlichen sozialen Milieus tätig. Anfang des neuen Jahrtausends schrieb er das Buch "Fenster der Gewalt" und begründete damit auch einen gleichnamigen Verein, der sich für Gewaltprävention bei Jugendlichen stark machte. Seit 2004 hat sich Berg ausschließlich seinem künstlerischen Schaffen verschrieben. Lothar Berg lebt und arbeitet in Berlin. Seine Veröffentlichungen befassen sich zumeist mit Alltagscharakteren, den menschlichen Schicksalen und den Abgründen des menschlichen Daseins. Seine Kurzgeschichten, Romane und Poesie sind ein ständiger Drahtseilakt zwischen Drama und Komödie. Die Werke zeichnen eine authentische Sprache aus, die keinen Zweifel an den Absichten der Protagonisten zulässt.

Rezension zum Buch - Februar 2020



Susanne Baumbach
Der jadegrüne Ring
Roman
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 372 Seiten. 16,90 €
ISBN 978-3-89998-329-6
Erscheint im Februar 2020.

Zum Buch
Susanne Baumbach stellt in ihrem Roman „Der jadegrüne Ring“ gleich zwei Protagonisten in den Mittelpunkt ihrer Erzählung.
Die Rentnerin Barbara Zaube nimmt die überraschende Einladung zu einer beneidenswerten Urlaubsreise nach Neuseeland wahr. Während ihres einmonatigen Aufenthalts auf der Nord- und Südinsel des Landes mit der atemberaubenden und verwunschenen Natur, entdeckt Barbara unbekannte Welten und stürzt sich in die Wirren einer aufregenden Liebesbeziehung.
Beinahe werden ihr auf der Rückreise nach Deutschland der Absturz und die improvisierte Wassernotlandung ihres Flugzeugs zum Verhängnis. Auf dem Ozean treibend freundet sich Barbara mit der Mitüberlebenden Franziska Hufschmidt an. Für beide Frauen beginnt nun eine Odyssee, in deren Verlauf sie mit der Unberechenbarkeit der Natur ringen und auf die Gunst eines ihnen fremden Volkes angewiesen sind.



Rüdiger Stüwe
"Ich hatte Ellenbogen"
Eine streitbare Frau aus Ostpreußen
Autobiographische Erzählung.
Broschur, 14,8 x 21,0 cm
180 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-89998-321-0

Zum Buch
18. Februar 1945 an einem Gleis des Warnemünder Bahnhofs. Eine junge Frau will mit ihren beiden kleinen Kindern in den Richtung Hamburg zur Abfahrt bereitstehenden Zug einsteigen. Der Zug scheint voll zu sein. Man will ihr anscheinend den Einstieg verwehren. Doch irgendwie gelingt es ihr, unter der wütend ausgestoßenen Aufforderung, einer Kriegerwitwe mit Kindern Platz zu machen, sich in den Zug hineinzukämpfen.
„Ich hatte Ellenbogen“ wird sie 30 Jahre später ihren erwachsenen Söhnen sagen, als sie ihnen von diesem Erlebnis berichtet. Sie musste ihre „Ellenbogen“ noch oft gebrauchen.

„Der Reiz besteht darin, dass es nicht nur eine Kriegs- , sondern auch eine Familiengeschichte ist, die nach Ostpreußen zurückführt, wo die Familie bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gelebt hat. Das Buch schildert viel Persönliches, wie es in den Familien vorgekommen ist, aber immer schimmert die furchtbare Weltgeschichte durch, in der sich das Familiäre abspielen musste.“ - Arno Surminski in seinem Nachwort

Rezension im Hamburger Abendblatt, 09.02.2020
Rezension im Heimatbrief für den Kreis Braunsberg Nr. 43 (Sommer 2020)



Rolf Helmboldt
Es ist weit bis Pontresina, wenn man aus dem Osten kommt
Roman
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 646 Seiten
ISBN 978-3-89998-307-4

Zum Buch
Im Frühjahr des Jahres 1989 wird Peter Bornschein eingeladen, anlässlich eines Symposiums die wissenschaftlichen Leistungen seines einstmaligen Lehrers zu würdigen. Bei der Arbeit an seinem Vortrag denkt er darüber nach, was von all den Plänen und Träumen, die er einmal hatte, geblieben ist. Ihn bedrückt, dass er seinerzeit seinen Lehrer verließ, als der in Schwierigkeiten geriet. Und vor allem beschäftigt ihn, dass er sich für seine große Liebe so wenig Zeit nehmen konnte.
Nun auf einmal bringen die mit der Wende verbundenen weitreichenden Veränderungen auch für ihn eine völlig neue Situation. Es ist ein weiter Weg für ihn, bis es ihm gelingt, das Leben, das ihm vorschwebt, selbst zu gestalten.

Zum Autor
Der Autor (Jg. 1937) wurde in Bretleben (Thüringen) geboren und ist aufgewachsen auf einem kleinen Bauernhof. Von 1956 bis 1962 studierte er Landwirtschaftswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena mit dem Abschluss Diplom-Landwirt. Während des Studiums heiratete er eine seiner Kommilitoninnen. Es folgte ein staatlich gelenkter beruflicher Einsatz im Norden der DDR, zunächst als Agronom, danach als Produktionsleiter in einem Volkseigenem Gut (VEG).Er wurde zum Geschäftsführer eines Bezirksverbandes berufen, später gewählt zum Geschäftsführer des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern der Deutschen Agrarwissenschaftlichen Gesellschaft. Nach der Auflösung des Landesverbandes war er als Sonderbeauftragter für die Landwirtschaft bei einem Versicherungsunternehmen tätig.



Margarete Hoffend & Mark Denemark
Der betörende Schmerz der Sehnsucht
Roman, Broschur, 14,8 x 21,0 cm
140 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-89998-297-8

Zum Buch
In ihrer großen Liebe Anthony scheint die junge Autorin Stella ihr perfektes Glück gefunden zu haben. Doch Anthony, von einer rätselhaften, destruktiven Unruhe beherrscht, zwingt Stella schließlich zu der schmerzlichen Entscheidung, sich von ihm zu trennen.

Dann, auf wundersame Weise, erlebt sie ein Wiedersehen mit einem Gefährten aus ihrer Kindheit, der sich ihrer Verzweiflung annimmt und ihr etwas erzählt, das ihre Welt neu bewertet und ihr die Kraft gibt, sich ihrem Verlust zu stellen.

Der Roman erzählt über eine Frau, die mittels ihrer dichterischen Gabe ihre Einsamkeit bekämpft.



Ira Loh
Auf doppeltem Boden
Roman
Gebunden, 14,8 x 21,0 cm, 382 Seiten, 19,90 €
ISBN 978-3-89998-295-4

ePUB: 13,99 €,  ISBN 978-3-89998-320-3

PDF: 13,99 €, ISBN 978-3-89998-323-4

Zum Buch:
Ein Badeunfall im Spätsommer führt Katharina und Jens zusammen – und mit ihnen auch ihre polnischen und deutschen Familiengeschichten. Ein Paar voller Gegensätze, das sich zu Beginn gut ergänzt. Als den beiden im Urlaub ein schutzbedürftiger Hund zuläuft, gibt Katharina ihm einen polnischen Namen … Eine Liebesgeschichte zwischen den Enkeln ehemaliger Feinde, die auch das geschichtliche Verhältnis zwischen Deutschland und Polen in den Blick nimmt.

Zur Autorin:
Ira Loh (geb. 1966) studierte in Tübingen Theologie und Psychologie.   
Sie arbeitet heute in München als Psychotherapeutin. Das vorliegende Buch ist Loh’s Debütroman.

Interview mit mir im BuchMarkt – Das Ideenmagazin für den Buchhandel. Es ist am 1. November 2019 herausgekommen.

Weitere Informationenaufdoppeltemboden-dasbuch.de


Historische Raritäten
edition RARA AVIS

hrsg. von Martin A. Völker


Helmina von Chézy
In Deo Consilium
Eine Erzählung.
Herausgegeben von Bernd Kemper und Maria-Verena Leistner
Broschur, 12,0 x 19,0 cm, 180 Seiten, 9,90 €
Mit Scherenschnitten von Elke Sieg
ISBN 978-3-89998-261-9

Zum Buch
Ganz in der Tradition der romantischen Reiseliteratur stehend, erzählt die Dichterin Helmina von Chézy (1783–1856) in In Deo Consilium (1827) die rührende Geschichte vom Handwerksburschen Wilhelm, der über Österreich nach Italien wandert, um sich beruflich zu vervollkommnen. In die Erzählung eingewoben ist eine Liebesepisode von einem Jüngling, der von einem Jäger, einem Nebenbuhler, erschossen wird. Die trauernde Geliebte verlässt den Ort der Freveltat, an dem Wanderer zu jeder Zeit frische Blumen finden. Wilhelm gelangt durch seine Tüchtigkeit in der Residenzstadt D** zu Wohlstand. Hier lässt er am Elbufer, an der Stelle der alten Festungswerke, drei Gebäude errichten und von schönen Anlagen umgeben. Und er trifft sein geliebtes Minchen wieder, das er nach der zufälligen Begegnung im Wald nie vergessen hat. – Neben der intensiven Liebesgeschichte enthält der Band zudem Erfahrungsberichte der Autorin aus ihrer Pariser Zeit sowie eine kleine Auswahl aus ihrem lyrischen Schaffen.

Rezension ... (Jahrbuch der Carl-Maria-von-Weber-Gesellschaft)


edition #tf19

FONTANE - 200 JAHRE

Seit dem Jubiläumsjahr 2019 von Theodor Fontane (1819-1898) publizieren wir eine kleine und feine Edition mit sehr selten veröffentlichten Texten von ihm in einer mehrbändigen Ausgabe bis zum I. Quartal 2021.
Herausgegeben von Martin A. Völker

„In dem Gebiete der poetischen Erzählung verdient Theodor Fontane rühmende Erwähnung, dessen Gedicht Von der schönen Rosamunde (Dessau 1850) in ebenso anmuthiger wie gewandter Form leichte Versguirlanden um die tragische Geschichte schlingt. Das ist ein lustiges poetisches Schlittschuhlaufen auf glatter Eisfläche, nichts Holpriges, freilich auch keine Überfracht an Gedanken.“
Rudolf Gottschall

„Um als Lyriker der Liebe produktiv zu sein, war Theodor Fontane, banal ausgedrückt, zu monogam veranlagt.“
Paul von Szczepanski




Theodor Fontane
Tod am Schipkapass
Literarische Sedimente
Mit einem Vorwort von Kurt Tucholsky
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, 242 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-277-0

„Seit über zwanzig Jahren genießt er die Ehren eines toten Dichters, zweimal in Marmor ausgehauen, in einer würdigen Gesamtausgabe beigesetzt, in unzähligen Studien auseinandergesetzt und neuerdings wieder zusammengesetzt in einer umfänglichen Lebensbeschreibung, die keine Papiernot zugibt. Und trotz ausgiebiger offizieller Behandlung so lebendig, so persönlich vorhanden, als ob er mitten im Plaudern sein eigenes Sterben übersehen hätte und immer weiter redete mit jenem ironisch lässigen und doch melodiösen Tonfall, den es nur einmal auf der Welt gegeben hat.“
Arthur Eloesser über Fontane 1919



Theodor Fontane
Auf nach Freienwalde!
und andere Wandergeschichten
Herausgegeben von Detlef W. Stein
Mit einem Nachwort von Martin A. Völker
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, 316 Seiten, mit 46 Fotos,
großem aktuellen Serviceteil zu Bad Freienwalde, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-304-3

Zum Buch
Fontane zeigt uns in den vorliegenden Texten zu Freienwalde und Umgebung eine echte, erdige, lebensvoll-dynamische Schönheit, die aus Begegnungen mit Menschen und Natur, aus Farben, Gerüchen und Geschmacksrichtungen zusammengesetzt ist.

Ein Heimat-Buch im besten Sinne.

In Ergänzung zu den Fontane-Texten bietet das Buch einen sehr ausführlichen Anhang zur Stadtgeschichte von Freienwalde, eine Auswahlbibliographie und eine Übersicht prominenter Gäste im Kurbad des 19. Jahrhunderts, sowie viele interessante Webseitenhinweise.


Edition Lessinghaus

hrsg. von Martin A. Völker

Zur Edition
Wie kein anderer Name steht der Name Lessings in Berlin für eine Kunstaffinität, eine Bildungs- und Humanitätstradition, die über das 18. ins 21. Jahrhundert reicht. Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) weilte während seines letzten Aufenthalts in Berlin 1765 bis 1767 im Haus Am Königsgraben 10. Es gehörte dem Kupferstecher und Verleger Johann David Schleuen (1711–1771) und befand sich bis zum Abriss am 3. Oktober 1910 in der Nähe des Bahnhofs Alexanderplatz. Anfang 1908 wurde dort das Lessing-Museum eingerichtet, welches wenige Tage nach dem Abriss des Gebäudes im Nicolaihaus in der Brüderstraße 13 wiedereröffnet wurde. Mit dem Lessing-Museum waren auch verbunden die Lessing-Gesellschaft und die berühmte Lessing-Hochschule, die bis zu ihrer Gleichschaltung und Zerschlagung während der NS-Zeit tausende Berliner Hörer verzeichnen konnte.
Der Anthea Verlag unterhält eine Dependance in dem heutigen Lessinghaus, einem mit einer Lessing-Gedenktafel versehenen Nachbau im Nikolaiviertel, Nikolaikirchplatz 7. Dieser Ort ist ebenso geschichtsträchtig: zwischen 1752 und 1755, während seines zweiten Aufenthalts, wohnte Lessing beengt im 2. Stock des alten Fachwerkbaus Nikolaikirchplatz 10, von wo aus er mit seinen Freunden Moses Mendelssohn (1729–1786) und Friedrich Nicolai (1733–1811) verkehrte.
Die Edition Lessinghaus pflegt die Traditionslinien und das Erbe Lessings in Berlin.

Zum Herausgeber der Edition
Martin A. Völker, geboren 1972 in Berlin. Dr. phil., Kulturwissenschaftler und Ästhetiker. Nach langjähriger Lehrstuhlassistenz am Seminar für Ästhetik der Berliner Humboldt-Universität arbeitet er heute als Publizist und Lektor, Dozent und Sciencecoach. Seit 2016 wirkt er als Gastprofessor für Germanistik an der Universität Stettin. Völker schreibt Essays zu vergessenen Autorinnen und Autoren der Literaturgeschichte des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, deren Werke er neu herausgibt, daneben Lyrik und Kurzprosa. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, im Internationalen PEN-Club sowie in der europäischen Autorenvereinigung „Die Kogge“ (Hansestadt Minden). Zuletzt erschienen als Editionen mit Völkers Essays: Katarina Botsky: In den Finsternissen (2012); Katarina Botsky: Krähendämmerung (2014); Peter Baum: Im alten Schloß (2015); Gerhard von Amyntor: Eine moderne Abendgesellschaft. Plauderei über Antisemitismus (2016).

 

Band 2
Gotthold Ephraim Lessing
Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück
Gebunden, 12,0 x 19,0 cm, 238 Seiten, 2 Illustrationen von Franz Peters, 16,90 €
ISBN 978-3-943583-69-4


edition Europa 2go

hrsg. von Martin A. Völker

https://sharingheritage.de/projekte/buchreihe-europa-2go

Zur Edition
Der Anthea Verlag nimmt das von der Europäischen Kommission ausgerufene Europäische Kulturerbejahr 2018 zum Anlass, eine neue Reihe zu beginnen: In der Reihe Europa 2go [sprich: Europa-to-go] werden kürzere Texte zu Ländern und einzelnen Städten Europas sowie schriftstellerische Extrakte zu europäischen Werten und zum geistigen Kulturerbe veröffentlicht. Die Reihe gewährt Einblicke in das europäische Denken, Dichten und Reisen.Eine Vielzahl von Autoren wurden nach vielen Jahrzehnten wiederntdeckt, die ohne Zweifel zur zur literarischen Schatzkammer Europas gehören.

Gemäß des Länderschwerpunkts der Leipziger Buchmesse 2018 behandeln die ersten drei Bände dieser Reihe das Land Rumänien: Im ersten Band wird ein stimmungsvoller Bericht wiedergegeben, der im Jahr 1882 als Bilder aus Rumänien erstmals erschien. Die heute unbekannte Autorin Adelheid Bandau beschreibt die Stadt Bukarest, das bunte Treiben des Jahrmarkts, die religiösen Orte und Feste, die Riten und Untiefen des Alltags. Sie endet mit der feierlichen Königskrönung des rumänischen Herrscherpaares im Mai 1881. Der zweite Band der Reihe enthält Erinnerungen und Essays der rumänischen Königin Elisabeth zu Wied (1843–1916), die unter dem Pseudonym Carmen Sylva vor allem Gedichte, aber auch Prosatexte und Dramatisches schrieb und in ihrer Zeit als bedeutende Schriftstellerin gefeiert wurde. „Von jedem Buche“, bemerkt sie 1907, „behält man meistens einen Satz“, und die vorliegende Zusammenstellung ist eine wahre Schatzkammer solcher Sätze der Lebenskunst, der Weisheit und inneren Einkehr, der schmerzhaften Krisen und der Hoffnung. Der dritte Band der Reihe Europa 2go versammelt Texte des 1889 verstorbenen rumänischen National- und Meisterdichters Mihai Eminescu. In besonderer Ausdeutung begegnet dem Leser die von deutschen Schriftstellern vorgeprägte Romantik: die Blaue Blume, die Naturbegeisterung sowie die enttäuschte Liebe und das Leiden am Leben. Die nihilistische Tendenz bei Eminescu, die das Grundgefühl der Moderne ausmacht, ist immer poetisch-schön.

Alle Bände sind mit einem Nachwort versehen, das die wesentlichen Informationen zu den Autoren, den ausgewählten Texten und ihren Kontexten prägnant wie essayistisch aufbereitet.

Diese Reihe wird mit Autoren aus Ost- und Westeuropa fortgesetzt.



Ksaver Sandor-Gjalski
Poesie der letzten Dinge
Novellen
Broschur, 12,0 x 17,0 cm
180 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-337-1




Albanische Märchen
Bär und Derwisch
Broschur, 12,0 x 17,0 cm
164 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-338-8


Belletristik


Lutz Saltner
LENIN - HITLER - ULBRICHT
Von Hunde-, Wander- und anderen Führern
Erzählungen
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 208 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-294-7

Zum Buch
In 26 Kurzgeschichten werden auf rund 100 Seiten mit mehreren Abbildungen Episoden aus Kindheit und Jugend im nationalsozialistischen Deutschland, der SBZ bzw. DDR zwischen 1944 und 1989 erzählt. So spiegeln diese „Erinnerungsblätter“ aus persönlichem Erleben teils heiter, teils ernst, immer mit einem Schuss Ironie, kleinere und größere Ereignisse der Zeitgeschichte wider.
Dabei werden aus der Perspektive eines Jungen auch Begegnungen mit prominenten Persönlichkeiten geschildert. Mit Empathie, aber auch mit kritischer Distanz wird eine Zeit beschrieben, die historisch nah und doch schon so fern ist. Wir stoßen auf Kurioses und Skurriles, Jugendstreiche und Schnurren inklusive, finden Menschen aus dem Volk und solche von „öffentlichem Interesse“, Alphatiere, Ge- und Verführte – „große und kleine Leute“. In Manchem wird sich der Leser, soweit er die beschriebene Zeit miterlebt hat, wiederfinden, Orte kennen und Personen, auch Verschlüsseltes erahnen.
Für andere wird sich der Schleier, der sich bereits über die letzten 80 Jahre zu legen beginnt, gelüftet, um auf unterhaltsame Weise zu zeigen, wie es war. Fast alle hier dargestellten Geschichten haben sich so ähnlich im mitteldeutschen Raum abgespielt.



Monika Fehringer
Wolkentiere
Kurzgeschichten aus Österreich
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, 208 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-312-8

Zum Buch
Ob das Lamento eines Mannes über die heutigen Frauen, der tödliche Ehrgeiz eines Radfahrers, das bange Warten auf eine möglicherweise schlimme medizinische Diagnose oder der eigenartige Bewohner einer fast leeren Wohnung …
Monika Fehringer beschreibt ihre Protagonisten und deren Welt aus humorvoll distanziertem Blickwinkel in facettenreichen und unterhaltsamen Kurzgeschichten.
Lesen Sie selbst …

Bericht zur Buchlesung ...



Luboš Jurík
Der kurze Frühling des Alexander Dubček
Übersetzt aus dem Slowakischen von Simon und Eva Gruber.
Mit einem Vorwort von Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D.
Roman, Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 606 Seiten, 16,90 €
ISBN 978-3-89998-301-2

Eine Rezension zum Buch aus der Slowakei
Dubček und seine Geschichte

Anton Hykisch
http://www.noveslovo.sk/c/Dubcek_a_jeho_pribeh

"Alexander Dubček ist zweifellos der berühmteste Slowake. Er ist untrennbar mit dem historischen Jahr 1968 verknüpft, das nicht nur unsere Geschichte, sondern die Geschichte Europas beeinflusst hat.
Für meine Generation sind die Ereignisse der Jahre 1968 – 1969 nicht bloß Geschichte, sondern Teil unseres persönlichen Lebens. Ich selbst habe versucht, diese Zeit in einem autobiographischen Roman zu beschreiben.
Der Prosaschriftsteller Ľuboš Jurík hat sich nun der nicht einfachen Aufgabe gestellt, die Lebensgeschichte des Politikers Dubček, der ja ursprünglich genau dem Klischee des eingefleischten kommunistischen Funktionärs entsprach, in ein Buch zu gießen. Jurík wählt dafür das literarische Genre des politischen Romans, in dem sich die Beschreibung der Fakten mit literarischer Fiktion überschneidet. Er konzipierte den Roman als Dubčeks Erzählung in der ersten Person. Dubčeks Dialogpartner ist der Arzt im Krankenhaus, in dem sich der Politiker nach seinem schweren Autounfall befindet. Dieser Arzt setzt Dubčeks Meinungen seine eigene Stimme entgegen.
Zweite Gesprächspartnerin ist eine Krankenschwester, die für die jüngere Generation steht. Sie weiß vom Jahr 1968 fast nichts und hat zu Dubčeks Wirken keinerlei Beziehung.
Dubčeks Geschichte, mit dem Schlüsseljahr 1968, steckt voller Paradoxien und Widersprüche. Wie konnte aus dem professionellen kommunistischen Funktionär, geschult in der UdSSR, ein Verfechter der Demokratisierung und ein Symbol für den gesamtgesellschaftlichen Widerstand gegen das Diktat Moskaus werden? Wie konnte im Sommer 1968 dieser kommunistische Apparatschik die tschechische und slowakische Nation um sich einen, sodass ihn ein Teil der Kommunisten hasste und Millionen Nichtkommunisten unterstützten?
Dubčeks Aufstieg wies Züge auf, die sich von den Ereignissen in den anderen Satellitenstaaten (Ugarn 1956, Polen 1981) unterscheiden. Er wollte auf unblutigem Weg durch schrittweise Transformation Veränderungen von oben erreichen. Sicher spielten dabei auch die historischen Traditionen eine Rolle. Denn „von oben“ kamen auch die Reformen Maria Theresias und Josefs II.
Jurík beschreibt detailgenau den Machtkampf, den Dubček und seine Leute an zwei Fronten führen mussten. Zum einen im Inneren der Partei, zum anderen mit der Moskauer Zentrale. Der Schatten des bewaffneten Einmarsches hing von Anfang an über Dubčeks friedlicher und etwas naiver Vorstellung vom „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. Bis heute drängen sich Fragen auf, ob man den Einmarsch hätte vermeiden oder wenigstens hinauszögern können, welche Rolle einige unüberlegte Aktionen der tschechischen liberalen Elite spielten usw. Jurík hat diese Ereignisse genau erfasst.

Das Buch ist auch eine Chronik des Scheiterns, das sowohl auf den äußeren Druck als auf persönliche Eigenschaften zurückzuführen war. Wir lesen auch von Dubčeks nichtöffentlichen Protestversuchen, von den Gründen, warum er die Charta 77 nicht unterschrieb hat, und wie sein Leben im Visier der Geheimpolizei aussah. Der letzte Teil des Buchs handelt von Dubčeks Comeback nach dem November 1989, von seiner eigenartigen Beziehung zu Václav Havel, der Wiederbelebung der Sozialdemokratie und den triumphalen Auslandsreisen. Es ist auch ein Dokument der Ratlosigkeit, wenn der Kapitalismus alles niederwalzt und die Vision eines „dritten Weges“ in weite Ferne rückt. Für viele in der Slowakei bleibt bis heute unbegreiflich, warum Dubček sich so ablehnend zur Unabhängigkeit der Slowakei stellte.

Auf kluge Weise vermittelt das Buch Dubčeks zeitlose Charaktervorzüge, vor allem seine Menschenfreundlichkeit. Er war human, warm, glaubte an das Gute im Menschen. Das erhebt ihn über seine Fehler und sein Versagen.
Juríks politischer Roman füllt eine Leerstelle, die professionelle Historiker schon längst hätten beseitigen sollen. Wie wir schon bei anderen Anlässen gesehen haben, fehlen uns leider Bücher, die sich auf vielschichtige Weise mit den zentralen Personen unserer Geschichte auseinandersetzen – ganz anders als in Ungarn, Tschechien, Polen. Daher fällt es den slowakischen Schriftstellern zu, die Lücken zu füllen, die unsere Wissenschaft, von den Massenmedien ganz zu schweigen, auch im letzten Vierteljahrhundert nicht zu schließen wusste. In diesem Sinn ist Juríks Roman sehr verdienstvoll und inspirierend.
Er verdient die Aufmerksamkeit der Leser."



Ira Loh
Auf doppeltem Boden
Roman
Gebunden, 14,8 x 21,0 cm, 382 Seiten, 19,90 €
ISBN 978-3-89998-295-4

Zum Buch
Ein Badeunfall im Spätsommer führt Katharina und Jens zusammen – und mit ihnen auch ihre polnischen und deutschen Familiengeschichten. Ein Paar voller Gegensätze, das sich zu Beginn gut ergänzt. Als den beiden im Urlaub ein schutzbedürftiger Hund zuläuft, gibt Katharina ihm einen polnischen Namen … Eine Liebesgeschichte zwischen den Enkeln ehemaliger Feinde, die auch das geschichtliche Verhältnis zwischen Deutschland und Polen in den Blick nimmt.

Zur Autorin:
Ira Loh (geb. 1966) studierte in Tübingen Theologie und Psychologie.
Sie arbeitet heute in München als Psychotherapeutin. Das vorliegende Buch ist Loh’s Debütroman.

Interview mit mir im BuchMarkt – Das Ideenmagazin (01.11.2019) für den Buchhandel.

Weitere Informationen: aufdoppeltemboden-dasbuch.de



Angela Schmidt-Bernhardt
Das Wilhelminische Schloß
Begegnungen in Polen
Erzählungen
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 128 Seiten, mit Illustrationen von
Marlena Pauline Hajek, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-269-5

Zum Buch
„Marcin war heute morgen müde und erschöpft erwacht. Und das nach gut siebeneinhalb Stunden Schlaf. Vielleicht brütete er irgendwas aus.
In diesem Herbst war er noch keinen Tag krank gewesen. Irgendwann kam die Erkältung sowieso und immer im ungünstigsten Augenblick.
Wenn er nicht an die Müdigkeit dachte, sie einfach überging, dann konnte er vielleicht der Erkältung entkommen. Den Vormittag verbrachte er mit Aufräumen, Sortieren von Papieren, die sich in den letzten Wochen auf dem Schreibtisch angesammelt hatten und ausführlicher Zeitungslektüre. Mittags briet er sich ein Spiegelei mit Schinken. Dann zog er sich an. Sollte er es gleich mit einer netten Gruppe zu tun haben, dann liefe alles einfach und wie am Schnürchen. Er schaute noch einmal auf den Auftragszettel: Stadtführung mit historischem Schwerpunkt in englischer Sprache. Es ließ Amerikaner und Engländer, Spanier und Holländer erwarten, egal, Hauptsache nicht zu viele Deutsche.
Das war heute, so angeschlagen wie er sich fühlte, seine große Hoffnung. Die Stadtführungen begannen beim Dom; von dort ging es zum Mittelalter am Rynek, und er endete mit dem sogenannten wilhelminischen Poznań am Zamek, dem Königsschloss“.
In den im Band versammelten acht Erzählungen nimmt uns Angela Schmidt-Bernhardt mit auf eine bewegende Spurensuche in das heutige Polen.



Karola Beck
Verwischte Spuren
Eine Berliner Novelle
Broschur, 14,8, x 21,0 cm, 102 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-266-4

Zum Buch
Es ist eine Reise in die Vergangenheit, als Isa nach dem Fall der Mauer 1989 in der Absicht Aufklärung über den Tod ihres Bruders zu erlangen, nach Berlin fährt. Die vertrauten Straßen der Kindheit wecken Erinnerungen. Und statt die Stasi-Unterlagen-Behörde in Berlin aufzusuchen, folgt sie einem inneren Wegweiser, der sie schließlich mit ihrem totgeglaubten Sohn zusammenführt.
Von der 25 Jahre zurückliegenden Zwangsadoption ihres Kindes in der DDR weiß sie nichts, da man ihr nach der Entbindung sagte, dass sie eine Fehlgeburt gehabt hätte. Schließlich steht Isa vor einem Rätsel, als sich nach langer Zeit unverhofft ihre Wege kreuzen …


Sachbuch


Alexander Glück
„Lob dem Risiko“
Praxisbuch für freien Journalismus
Broschur, 12,5 x 19 cm, ca. 272 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-285-5

Zum Buch
Dieses Buch ist anders als alle Journalistik-Lehrbücher, die Sie jemals in der Hand hatten! Denn es vermittelt neben wichtigem Basiswissen vor allem die teilweise erschütternden Erfahrungen eines vielseitigen Journalisten, der in zwanzig Jahren in über 270 verschiedenen Print-Titeln publiziert hat, von der “Lisa” bis zur “Neuen Zürcher Zeitung”, von renommierten Branchenfachzeitschriften bis zum kleinen Ein-Mann-Magazin. Alexander Glück arbeitete in Buchverlagen und Zeitschriftenredaktionen und kennt Presse- und Werbeagenturen von innen.
Sein Fazit: Dieser Beruf kann wundervoll sein, aber immer wieder bekommt man es mit skurrilen Auftraggebern und Kollegen zu tun. Oft kan man auf sie eingehen, manchmal braucht es Rechtsmittel. Wer dabei nicht psychologisch denkt, geht unter. Freier Journalismus ist ein knallhartes Geschäft, in dem Loyalität selten ist. Die Innenansicht einer rücksichtslosen Branche, in der jeder sehen muß, wo er bleibt. Dieses Buch liefert Ihnen Erfahrungen und Hinweise, die von Anfang an Ihr berufliches Überleben sichern.

Zum Autor:
Alexander Glück wurde 1969 in Usingen (Hessen) geboren und wuchs in Wiesbaden auf. Studium der Fächer Buchwesen, Deutsche Volkskunde und Politikwissenschaft in Mainz. Ab 1996 freier Autor für Zeitschriften und Zeitungen sowie Sachbuchautor in Wien, seit 2003 in Niederösterreich. Verheiratet, ein Sohn.
https://glueckpresse.wordpress.com, https://glueckbuchautor.wordpress.com


Edition Berliner Leben


Wilhelm Raabe
Die Chronik der Sperlingsgasse
Broschur, 12,0 x 19,0 cm, 342 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-76-2

Zum Buch
In seiner Chronik der Sperlingsgasse zeigt Wilhelm Raabe, was Berlin war und immer sein wird: die Stadt der kleinen Leute und großen Sehnsüchte. In Berlin durchdringen sich die hellsten Wunschträume und die dunkelsten Realitäten. Aus dieser poetischen Liebesumarmung widerstreitender Elemente geht der wunderbare melancholische Humor hervor, für den Raabe steht.


Lyrik


Christian Dörr
Melusinen im Kopf
Mit Illustrationen von Petra Cordua.
Broschur, 12,0 x 21,0 cm, 128 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-314-2

Zum Buch
Wer sich in Venedig allen Ernstes nach Meerjungfrauen umsieht, der merkt nicht, wie ihm die Lymphe schwillt, der überhört das Heulen der Sirenen, der muss wahrlich Melusinen im Kopf haben.

Eine lyrische Grand Tour, in der wir nicht nur auf Meerjungfrauen treffen, sondern auch Flüchtlingen und Päpsten begegnen, Dichtern und Hausbesetzern, Malerfürsten und Rosenverkäufern - oder schlicht einen sprechenden Automaten von 1666 bestaunen.
Ob Epigramm oder Liebesgedicht, Ideologiekritik oder Naturbetrachtung – Christian Dörrs Verse kreisen in der Regel um zwei Sehnsuchtsorte: Rom und Venedig.
Die DNA dieser beiden Städte zu entschlüsseln und sie für uns neu zu buchstabieren – nichts weniger wird in diesem vielversprechenden Debut versucht.

Der Autor lebt und arbeitet in München.



Joachim Hildebrandt
Schwalben am Ionischen Meer
mit Illustrationen von Hans-Christian Tappe (Berlin).
Broschur, 12,5 x 21,0 cm, 70 Seiten, 7,90 €
ISBN 978-3-89998-309

Zum Buch
Der Dichter Joachim Hildebrandt lotet mit seinen eindringlichen Gedichten den Resonanzraum der Ostseewellen und heimkehrenden Fischkutter genau so aus wie den von Begegnungen mit dem Individuum, das sich entfalten will. Seine poetischen Landschaften aus lichter Melancholie berichten von Übergängen, von Umformungen, wie wir sie in klaren Momenten erkennen.


Felix Stillfried
Prosa-Lyrik-Nachdichtungen
Herausgegeben von Herwart Pittack
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 184 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-273-2

Zum Buch
Das Buch stellt ein dichterisches Mosaik des Rostockers Schriftstellers Felix Stillfried (eigentlich Adolf F. R. Brand; 1851-1910) in niederdeutscher Sprache vor.


Edition Lyropa


Band 1
Steffen Marciniak
Äolsharfenklänge
mit Illustrationen von Hans-Christian Tappe
Broschur, 25,00 x 15,00 cm, 32 Seiten, 7,00 €
ISBN 978-3-89998-255-8

Zum Buch
Die neueste Einzelveröffentlichung „Äolsharfenklänge“ versammelt erstmals Gedichte und Dichtungen des Autors Steffen Marciniak. Sie kreisen alle um die griechischen Mythen.
Nach den ersten beiden Bänden der als Nonalogie geplanten Reihe von Ephebischen Novellen, („Hylas oder Der Triumph der Nymphe“ und „Kyparissos oder Die Gabe des Orakels“) sowie weiteren in Anthologien erschienenen Geschichten zum Mythenthema, nun die „Äolsharfenklänge“, im Berliner Anthea-Verlag, wo der Autor den Leser erneut in seine sprachlich einmalige Welt entführt.
„Steffen Marciniaks Begeisterung gilt der klassischen Antike; genauer: der Mythenwelt des griechischen Altertums. Und diese Leidenschaft ist originär. Die Vertrautheit des Autors mit der griechischen Kultur ist dabei wohltuend. Sie trägt zur Glaubwürdigkeit der Fabel auf eine letztlich geheimnisvolle Weise bei.“ (Harald Gröhler).
Die kunstvoll erstellte fadengeheftete Broschur umfasst überwiegend erstmals erscheinende Texte wie die Dichtung „Ganymedes oder Die Geburt des Mythos“, Gedichte zu den unbekannten Figuren der griechischen Mythologie, wie beispielsweise die Sammlung „Floras Epheben“ zu Jünglingen, die in Blumen oder Pflanzen verwandelt werden. Ferner gibt es die von Hans-Christian Tappe illustrierten Epigramme des titelgebenden Zykluses der „Äolsharfenklänge“ um den Windgott Aiolos und den acht Anemoi.
„Viel griechische Mythologie wird verarbeitet und gedeutet, aber man spürt, dass da ein innerer Bezug besteht und es kein modisches Klappern mit antiken Sandalen ist.“ (Michael Speier)
Fast immer stehen Epheben im Zentrum der Dichtungen, also Jünglinge, die zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr die im antiken Griechenland die sogenannte Ephebie durchlaufen mussten, eine Ausbildung, die sie befähigen sollte, als vollgültige Mitglieder in eine griechische Polis aufgenommen zu werden.
Im Zentrum der Prosaauszüge, die in diesem Buch abgedruckt sind, steht die Musik; oft vorgetragen in literarisch-musikalischen Programmen, u.a. mit dem Geiger David Yonan, dem Harfenisten Thomas Siener oder der Cellistin Sofia von Freydorf.
„Ringsum die Vögel verstummten, als Amphions Fingerspitzen die Saiten des Instruments hauchzart anrührten und der Lyra Töne glasklar und voller Sehnsucht erklangen, da sie wohl meinten, mit ihrem Gezwitscher gegen so viel Schönheit in Schwermut zu verblassen. Alles, was da lebte, stand still und schweigend, die Tiere der umliegenden Herden lauschten, deren Hirtenjungen träumten, die Blumen am Wegesrand und selbst die Bäume und Sträucher schienen sich zur Musik zu neigen.“
aus Steffen Marciniak: „Amphion oder Die Magie der Lyra“




Band 2
Steffen Merciniak
Erzengelgesänge
mit 9 Illustrationen von Nguyen Huu Uy
Broschur, 25,00 x 15,00 cm, 32 Seiten, 7,00 €
ISBN 978-3-89998-324-1

Zum Buch
Das neue Buch mit Dichtungen von Steffen Marciniak unter dem Titel „Erzengelgesänge“ verbindet eine lyrische Prosageschichte „Helios oder Die Erfindung der Engel“ mit Gesängen zu den sieben Erzengeln und Luzifer, sowie weitere Engelgedichte.
Die Helios-Geschichte eröffnet eine ganz andere Sicht auf die Herkunft der Engel, als es das Christentum vermittelte, so wie man sich die Engel heute erklärt. Steffen Marciniak beginnt in seiner bekannten antiken Welt und erzählt von deren Verblassen im Alltag der Menschen. Er nimmt den zu jener Zeit präsentesten Griechengott, den Herrscher der Sonne, dem es ein Anliegen ist, die alte Ordnung in die neue Zeit zu retten. Seine sieben Söhne, die man Heliadai nennt, bestellt er in den Sonnenpalast. Er tüftelt an einem Plan, den neuen auf der Erde angebeteten Gott, von dem sich keiner ein Bild machen kann und soll, ein wenig dieser Macht zu nehmen, indem er ihm sichtbare Geister, die Engel, Ersterschaffene, Erzengel zur Seite stellen will.
Im Anschluss folgen die „Erzengelgesänge“ für einen jeden der sieben und auch für den ersten Engel überhaupt, Luzifer, gibt es ein sechsstrophigen Gesang, dazu dreizilige Epigramme. Sie wurden alle von dem vietnamesischen Künstler Nguyen Huu Uy gezeichnet. Weitere Engelgedichte runden den Anfang und das Ende des Buches ab.
„Steffen Marciniak widmet sich immer wieder der Schilderung von Seelen-Erlebnissen; hier vermag er Treffliches hervorzuholen.“ (Harald Gröhler).
Der Band ist wie schon die „Äolsharfenklänge“ als fadengeheftete Künstlerbroschur in der Werkstatt Svea Haskes hergestellt worden, in der Art in der die früheren Lyrik-Mitlesebücher des Aphaia-Verlags entstanden sind. Jedes Exemplar ist nummeriert und handsigniert vom Autor und vom Künstler.

Biographisches
Steffen Marciniak, geboren in Stralsund, seit 1988 in Berlin lebend, Studium der Kulturwissenschaften, Arbeit im Buchhandel, Antiquariat und als Lektor. Seit 2014 erscheinen Novellen zu weniger bekannten griechischen Mythen. Eigenständige Veröffentlichungen im Aphaia Verlag, Berlin: „HYLAS oder Der Triumph der Nymphe“ und „KYPARISSOS oder Die Gabe des Orakels“, demnächst ein neuer Band: „PHAETHON oder Der Pfad der Sonne“.
Weitere Novellen u.a. im Größenwahn Verlag, Frankfurt/M. sowohl zu griechischen als auch japanischen Themen. Veröffentlichungen von Gedichten und Kurzprosa in Anthologien, u.a. im Poesiealbum Neu und im Konkursbuchverlag.
2016/17 übernahm er die Gestaltung und Moderation mehrerer Gesprächsrunden mit anderen Schriftstellern bei der „Karlshorster Abendgesellschaft“. Beim Griechisch-Deutschen Lesefestival ist er seit der 2. Ausgabe dabei; das 4. Festival mit über 50 Künstlern organisierte er in Berlin. Er ist Mitglied des VS Berlin, der Künstlerkolonie Berlin, dem Autorenkreis Plesse sowie der Paul-Ernst-Gesellschaft und der Klaus-Mann-Initiative Berlin.

Hans-Christian Tappe, geboren in Stralsund, wuchs an der Nordsee auf, lebt seit 1967 in Berlin. Studium der Architektur und Malerei. Jahrelange Tätigkeit als Architekt. Illustrationen zu eigenen Texten und für andere Autoren. Künstlerehe mit der Malerin Erika Tappe, zusammen viele Reisen durch Griechenland. Seit 1982 regelmäßig gemeinsame Ausstellungen im In- und Ausland. Seine Illustrationszyklen wurden gezeigt: Galerie Stodieck's, Berlin; Heidehof, Münster; Kulturhistorisches Museum Stralsund. Lyrik und Illustrationen im Berliner Aphaia Verlag: „Stadtsplitter“ Gedichte und Grafik (2008), „Mit gelbem Stift“ Mitlesebuch 138 (2015), Erzählungen in der „Griechischen Einladungs-Reihe“ des Größenwahn Verlags, 2017 und 2018.

Nguyen Huu Uy, geboren in Saigon / Vietnam, war von 2009 bis 2014 Student an der Universität der Bildenden Künste Ho Chi Minh City. Seit 2015 wohnt und studiert er in Berlin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 2019 beendete er sein Kunststudium mit Diplom und ist derzeit Meisterschüler. Im Jahr 2017 Teilnahme an der Gruppenausstellung Hecke (KUNSTPUNKT Berlin, Galerie für aktuelle Kunst). 2018 erhielt er das Deutschland-Stipendium an der Kunsthochschule. Er fertigte bislang unveröffentlichte Illustrationen für Bücher. Seit 2019 arbeitet er an seinem eigenen Graphicnovel-Projekt unter dem Titel „Mentavik“.


Kunst


"Aus Spiegeln beschoß das Licht"
Ein Dialog zwischen Sprache und Bild

Fotografien von Dmitry Vyshemirsky und
Gedichte von Johannes Bobrowski
Gebunden, 21,0 x 29,7 cm, 62 Fotos, 16,90 €
ISBN 978-3-89998-256-5


Russischsprachige Literatur

Belletristik


Борис Шапиро
Солнечный мальчик
Короткий роман
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, 61 Seiten, 6,90 €
ISBN 978-3-89998-330-2

Картина мира и судьба неотделимы друг от друга. Два солнечных мальчика, два друга,две личности становятся врачом-хирургом и учёным астрофизи- ком.
В их жизни, в коротком романе-мозаике, как в капле воды, отражаются устройство мироздания, любовь, война, террор, свобода воли, честь и совесть. И пришельцы. Пришельцев ждут из космоса, а они приходят изнутри. Пришельцы приходят.



Уве Майснер
Берлин – Владивосток
На велосипеде по постсоветскому пространству глазами немца
Broschur, 14,8 x 21,0 cm, 304 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-89998-303-6

Книга посвящена велопутешествию к Тикому океану в 2013ом году с 16 апреля по 26 октября 2013 года на расстоянии 12.500 км.
Благодаря знания русского языка получил Уве Майснер не только поверхностные впечатления как обычно экстримальные спортсмены.
Его путешествие через Польшу, Украину и Россию он совершил в 15 этапов. Спорт и борьба, но также разнообразные встречи и интерес или солидарность местных жителей к его путешествию привели Уве Майснера к красочному и впечатляющему сочетанию опыта. Особенно в азиатской части он испытывает пресловутую доброту сибиряков и их гостеприимство.
„Как немецкий, сегодня мы снова пользуемся в государствах бывшего Советского Союза высокой репутацией. Соответственно, следует относиться в отчетности с ответственностью к часто проблематичным обстоятельствам и предоставлять информацию“, высказывает Уве Майснер сам о его путешествии.
Сопровождайте его на эту необычную дорогу с многими интересными впечатлениями от страны и людей.

Weitere Informationen ...


Audio CDs

CD Edition ANTHEA CLASSICS

miniature
Musik für Saxophon und Klavier
Mit NATALIA STUPHORN (Saxophon) und NAILYA SIGG (Klavier)
41:39 Minuten
Preis: 12,90 €
ISBN 978-3-943583-03-8

 

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