Vorankündigungen

Belletristik

Zlatimir Kolarov
Im Schein des Kerzenlichts
Novellen
Aus dem Bulgarischen von Rumjana Zacharieva
Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, ca. 138 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-89998-367-8
Erscheint im Oktober 2020.


Angela Dimcheva
Nadelstiche im Traum
Aphorismen, Gedichte und lyrische Fragmente
Das Buch ist zwischensprachig - Deutsch und Bulgarisch.
Übersetzung aus dem Bulgarischen von Rumjana Zacharieva
Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, ca. 156 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-89998-367-8
Erscheint im November 2020.


Herwart Pittack (Hg.)
Plattdeutsches Lesebuch
Schmökern un Schnöckern
Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, ca. 186 Seiten, 16,90 €
ISBN 978-3-89998-364-7
Erscheint im I. Quartal 2021.


Monika Hürlimann
Marta
Heimat in Polen, Deutschland und in der Schweiz
Roman
Gebunden, 14,8 x 21 cm, 436 Seiten
22,90 €, ISBN 978-3-89998-361-6

Zum Buch
Das kommunistische Polen, 1984. Die fünfzehnjährige Marta wird aus ihrem Leben gerissen, als sie mit ihrer Mutter und dem Bruder nach Westdeutschland flieht.
Doch in Auschwitz wurde der Mutter von den Nazis, nach ihren Worten, Schlimmes angetan. Warum also emigriert die Familie ausgerechnet in dieses Land?
Was Ende April 1984 begann, endet über viele Stolpersteine, nach Zwischenstationen unter anderem im Berlin der ersten Stunde nach der Wiedervereinigung Deutschlands schließlich in der Schweiz.
Als die verschlossene Mutter dreißig Jahre später stirbt, wird Marta mit der Vergangenheit konfrontiert. Kann sie Mutters dunkles Lebensgeheimnis lüften? Die Autorin legt einen mitreißenden Roman vor, der Tatsachen, Wirren, und Träume miteinander verwebt und für den Leser ein Stück europäischer Zeitgeschichte sehr persönlich erfahrbar macht.

Zur Autorin
Monika Hürlimann (Jg. 1969) wuchs im kommunistischen Polen auf, wo sie das Kriegsrecht, die Zeit der Gewerkschaftsbewegung Solidarność sowie u.a. auch die für Polen typische Nahrungsmittelrationierung in den 1980er Jahren erlebte. 1984 emigrierte sie mit ihrer Familie illegal nach Westdeutschland.
Nach dem Abitur in Kiel (1989) und Medizinstudium in Berlin ging sie in die Schweiz, wo sie bis heute lebt und in eigener psychiatrisch-psychotherapeutischer Praxis arbeitet.
Bisher kann sie auf die Veröffentlichung eines belletristischen Beitrags in einer Anthologie, eines Essays in einem Wochenmagazin, sowie verschiedenen Publikationen im beruflichen Kontext verweisen.

Zur Homepage der Autorin


Lutz Saltner
"HIER NICHT!"
Goethes letzte Tage
Gebunden, 13,5 cm x 21,5 cm, 132 Seiten
14,90 €, ISBN 978-3-89998-359-3
Erscheint im Oktober 2020.
 
Zum Buch
Ein Bauarbeiter findet im Dresdner Residenzschloss ein verdächtiges Papierkonvolut. Bevor er es den zuständigen Archivstellen übergibt, fertigt er eine Kopie, die er gegen Bares an einen unbekannten Schriftsteller verkauft. Dieser stellt eine „bearbeitete“ Fassung ins Netz und veröffentlicht sie in einem Printmedium. Da es sich hierbei um wo möglich letzte Äußerungen von Johann Wolfgang von Goethe handelt, sind sowohl Dresdner Stellen als auch die Klassikstiftung in Weimar involviert. Vertreter der staatlichen Kunsteinrichtungen beider Städte treffen sich in Dresden. Vor ihnen liegt der so genannte Goethe-Text. Im Grunde geht es darum, dass Goethe nicht in Weimar sterben wollte. Seine letzten Worte sollen dann nicht „Mehr Licht!“ sondern „Hier nicht!“ gewesen sein. Es gibt dann noch ein kurzes Nachspiel in Weimar, bevor alle zum Ende kommen und mit Brecht sagen „Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen“. Aber so ganz scheint doch noch nicht „aller Tage Abend“ zu sein...

Zum Autor
Lutz Saltner wurde 1941 in Weimar geboren und stu-dierte Medizin in Leipzig und Erfurt.
Danach 1969 Promotion, 1972 Facharzt für Chirurgie, 1990 Promotion B (Habilitation in Geschichte der Medizin) an der Medizinischen Akademie „Carl Gustav Carus“ Dresden.
Tätigkeit in Klinik, Praxis, Forschung und Begutachtung, seit 2005 Ruhestand.
Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der Chirurgie, Medizin und Literatur, Lokalgeschichte, Biographien.
Über 150 Einzelveröffentlichungen, 6 Buchbeiträge, 14 Bücher.


Lutz Saltner
R E Z E C K
Bericht eines Verräters
Gebunden, 13,5 cm x 21,5 cm, 156 Seiten
14,90 €, ISBN 978-3-89998-360-9
Erscheint im Januar 2021.
 
Zum Buch
Nur notdürftig verschlüsselt, bietet der Text die Erinnerungen eines furchtbaren Menschen, der als Arzt eigentlich zum Helfer der Menschen bestimmt war, der als Gestapo-Spitzel dagegen mehr als einen Menschen an den Galgen oder unter die Guillotine brachte. Einen solchen Arzt hat es tatsächlich gegeben. Aus gutbürgerlichem Hause stammend, verlebte Rezeck eine sorglose, aber auch eine etwas freudlose Kindheit, wie es scheint. In der Schule muss er einige Schwierigkeiten gehabt haben, was er aber nur andeutet, wie so Vieles im Ungewissen bleibt in diesen Bekenntnissen, die jedoch keine Beichte sind und wohl auch nicht sein wollen. Vater und Großvater sind Ärzte gewesen, also wird der junge Paul Rezeck ebenfalls Arzt, beginnt sein Studium mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten, tritt im selben Jahr in die NSDAP ein, zu der er sich schon vorher hingezogen fühlte. Im Studium in Berlin trifft er namhafte Persönlichkeiten der Berliner Medizinischen Fakultät. Nicht einen Moment zweifelt er an der Richtigkeit der Sache und ist bereit, Aufgaben im Kampf zu übernehmen. Dabei ist Rezeck seinem Naturell nach alles andere als ein mutiger Kämpfer, wirkt eher heimlich und im Hintergrund. Da kommt ihm das Angebot, für die Gestapo zu arbeiten gerade recht. Er gibt sich charmant, antinazistisch und weltgewandt und dringt so unschwer in Kreise des Widerstandes ein, entlockt als Agent provocateur den sich bei Tee und Kaffee treffenden Menschen, die ihm vertrauen, so manche hochverräterischen Äußerungen und Pläne und gibt seine Informationen an die Prinz-Albrecht-Straße weiter. Verhaftungen wie die von Elisabeth von Thadden und des Solf-Kreises sind die Folge. Mit dem Blutrichter Freisler arbeitet R. gut zusammen und ist  auch sonst in Spitzelkreisen bestens vernetzt. Dass er selbst unter erheblichem Druck gestanden habe, versucht er nur den Richtern in Waldheim weiszumachen, um als Kriegsverbrecher eine mildere Strafe zu erhalten. Denn das berüchtigte Zuchthaus von Waldheim in Sachsen ist der Ort, wo Rezeck nach Verhaftung und russischen Lagern landete. Mit dieser Lagerhaft beginnen diese „Memoiren“. Sie handeln von einer beispiellosen Skrupellosigkeit, derer sich dieser Mann nicht einmal zu schämen scheint. Den Zusammenbruch, der Haft und den Prozess übersteht er mit Angst und Glück, und es fällt ihm überhaupt nicht schwer, mit den neuen Herren in der DDR zusammenzuarbeiten. Kurz zuvor hatte er noch versucht, sich in Westberlin niederzulassen, floh aber vor den dortigen Strafverfolgungsbehörden wieder in den Osten. Seine Familienverhältnisse sind etwas dubiös, er hat eine Tochter, die er an die Staatssicherheit verrät. Er hat als Arzt ein gutes Auskommen, wenngleich ihn geheimdienstliche Verwicklungen zu mehrfachen Stellen- und Wohnortwechseln zwingen. Schließlich hat er ein eigenes Haus und fährt einen „Mercedes“, selbst für einen Arzt nicht das Normale in der DDR. Seinen Lebensabend verbringt Rezeck nach der politischen Wende – es ist der vierte Systemwechsel in seinem Leben – unbehelligt, aber nicht unerkannt in einem noblen Stadtteil in Hamburg. Alles ist verjährt. Im Gegensatz zu seinen Opfern stirbt er hochbetagt in seinem eigenen Bett.

Zum Autor
Lutz Saltner wurde 1941 in Weimar geboren und stu-dierte Medizin in Leipzig und Erfurt.
Danach 1969 Promotion, 1972 Facharzt für Chirurgie, 1990 Promotion B (Habilitation in Geschichte der Medizin) an der Medizinischen Akademie „Carl Gustav Carus“ Dresden.
Tätigkeit in Klinik, Praxis, Forschung und Begutachtung, seit 2005 Ruhestand.
Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der Chirurgie, Medizin und Literatur, Lokalgeschichte, Biographien.
Über 150 Einzelveröffentlichungen, 6 Buchbeiträge, 14 Bücher.


Margarete Hoffend
Die fremde Frau
Erzählungen
Broschur, 13,5 cm x 21,5 cm, 324 Seiten
16,90 €, ISBN 978-3-89998-357
 
Zum Buch
Was bringt eine Frau dazu, ihren Mann zu töten, ohne eine Mörderin zu sein ... Was nötigt eine treue Frau, ihren eifersüchtigen Mann zu betrügen ... Was geht einem kleinen Jungen durch den Kopf, als er auf einen alten Mann trifft, der seine Eltern und Geschwister im Holocaust verloren hat ...
Erzählungen handeln von Ängsten und Einsamkeiten der Menschen, ihren Kämpfen, sich in einer rauen Welt behaupten zu müssen, ihren Sehnsüchten, angenommen und geliebt zu werden.
 
Zur Autorin
Margarete Hoffend wurde in Köln geboren und lebt seit 1984 in Berlin. Sie ist als Musikpädagogin und Autorin tätig.
Bücher im ANTHEA VERLAG: Aschenruf / Gedichte (2019), Der betörende Schmerz der Sehnsucht / Roman (2020).


Regina Faerber
AM MEER
Alltagsgeschichten aus den Kaiserbädern an der Ostsee
Hardcover, 14,8 x 21,0 cm, ca. 164 Seiten, 19,90 €
ISBN 978-3-89998-355-5
Erscheint im IV. Quartal 2020.

Zum Buch
Wer träumt sich nicht gerne an's Meer?
Einer der schönsten Landstriche der Welt ist die Ostseeküste an der Grenze zu Polen. Links England;geradeaus Schweden - und soweit das Auge sieht: Weite See.
Auf der Insel des Lichts, wie Usedom genannt wird, befinden sich die Kaiserbäder: Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Im Sommer halten sich hier über eine halbe Million Touristen auf; im Winter - oder in Krisenzeiten - sind die Seebäder leer. An allen Tagen leben hier in den Orten Einheimische und Zugereiste mit ihren Geschichten. Das Leben ist unvergleichlich und federleicht: Die deutsch-österreichische Autorin und Künstlerin Regina Faerber erzählt Alltagsgeschichten aus den Kaiserbädern am Meer. Ob schlechtgelaunte Touristen, glückliche Paare oder der liebenswerte, altgediente Handwerker am Ort: "Mit den Augen der Liebe verdient alles festgehalten zu werden." Und immer scheint eine Botschaft hindurch, die mehr ist als nur Worte. Bildhaft und in ihrer ganz eigenen Art erzählt die Autorin über Einzelschicksale und Beobachtungen des Alltags an der Küste durch die Jahreszeiten: Meisterhaft und mit einem ganz besonderen Sinn für Details.
Jede einzelne Geschichte hat ihren eigenen Zauber - und eine eigene Botschaft.

Zur Autorin
Regina Faerber, 1960 in Stuttgart geboren, veröffentlichte schon zahlreiche Romane, Theaterstücke, Sach- und Jugendbücher. Ihre Arbeit mit Menschen wurde mehrfach ausgezeichnet und ist in zahlreichen Sprachen übersetzt. Sie lebt seit 2019 glücklich in Bansin.


Sachbuch

BERLIN
Stadt der Erinnerungen

Reiseführer
Herausgegeben von Maria Czaputowicz, Urszula Cyrynger und Joanna Marszałek
Broschur, 12,0 x 21,0 cm, 280 Seiten, m. 42 teilw. farbigen Abbildungen, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-66-3
Erscheint im IV. Quartal 2020.

Zum Buch
Woran erinnert sich die Stadt Berlin?
Woran kann es sich nicht erinnern?
Was würde es lieber vergessen?
Dieser Stadtführer bietet Antworten zu diesen Fragen. Junge polnische Historiker, Soziologen und Kulturwissenschaftler haben sich mit der kollektiven Erinnerung im Stadtraum Berlins befasst und einen außergewöhnlichen Stadtführer verfasst. Sie führen uns durch Berlin und bringen uns nicht nur die Geschichte, sondern auch die Bedeutung der wichtigsten Gedenkorte Berlins näher.
„Berlin. Stadt der Erinnerung“ beinhaltet 20 Artikel, die nicht nur die bekanntesten, sondern auch die weniger in der öffentlichen Wahrnehmung stehenden Orten den Spuren der beiden totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts gewidmet sind. Das Buch erklärt das Phänomen der komplizierten stadtmorphologischen Struktur Berlins, indem es in den Kontext des kollektiven Gedächtnisses und der Geschichtspolitik im heutigen Deutschland dargestellt wird.


Edition Berliner Leben

Hans Hyan
Jesellschaftspiele
Berliner Erlebnisse
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, ca. 180 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-293-0
Erscheint im IV. Quartal 2020.

Zum Buch
Man muss kein Kriminalpsychologe sein, um die Berliner zu verstehen, es wäre aber durchaus hilfreich.
Wenn einer zudem über literarische Kraft verfügt, sieht der heutige Leser Berlin als Stadt der kleinen Leute und Halbweltgestalten, der Dienstmädchen und Polizisten plastisch vor sich.
Der Schriftsteller Hans Hyan (1868–1944) hat beides zu bieten: die kriminalistische Expertise und die künstlerische Fähigkeit. Als "Zille der Feder" lässt er das zwielichtige Berlin seiner Zeit aufleben.
Wiederentdeckt und herausgegeben von dem Literaturarchäologen Martin A. Völker.


KRIMIS

Ernst Michael Schwarz
Bulgarengold

Ein Lichtenberg-Krimi
Broschur, 12,5 x 19,0 cm
ca. 168 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-341-8
Erscheint im I. Quartal 2021.

Ernst Michael Schwarz
Tod im Museum

Kunstraub in Berlin-Mitte
Broschur, 12,5 x 19,0 cm
144 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-340-1
Erscheint im IV. Quartal 2021.


Lyrik

 


Biografien

Nikolaus Markiewitz
Der weite Weg
Leben und Schatten meines Vaters - vom Armeeoffizier zum Priester in den Wirren Zeiten Osteuropas
Gebunden, 18 x 25 cm, ca. 460 Seiten, mit ca. 80 Abbildungen, 29,90 €
ISBN 978-3-89998-270-1
Erscheint im II. Quartal 2021.


edition #tf19

FONTANE - 200 JAHRE

Zum Jubiläumsjahr von Theodor Fontane (1819-1898) werden wir einige Bücher vorbereiten.

Herausgegeben von Martin A. Völker

„In dem Gebiete der poetischen Erzählung verdient Theodor Fontane rühmende Erwähnung, dessen Gedicht Von der schönen Rosamunde (Dessau 1850) in ebenso anmuthiger wie gewandter Form leichte Versguirlanden um die tragische Geschichte schlingt. Das ist ein lustiges poetisches Schlittschuhlaufen auf glatter Eisfläche, nichts Holpriges, freilich auch keine Überfracht an Gedanken.“
Rudolf Gottschall

„Um als Lyriker der Liebe produktiv zu sein, war Theodor Fontane, banal ausgedrückt, zu monogam veranlagt.“
Paul von Szczepanski


Theodor Fontane
Archibald Bell the Cat
Schottische Reisebilder

Broschur, 12,5 x 19,0 cm, ca. 242 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-274-9
Erscheint im IV. Quartal 2020.


Theodor Fontane
Moderne Dämonologie
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, ca. 122 Seiten, 7,90 €
ISBN 978-3-89998-276-3
Erscheint im I. Quartal 2021.


Fontane zeigt uns in den vorliegenden Texten zu Freienwalde und Umgebung eine echte, erdige, lebensvoll-dynamische Schönheit, die aus Begegnungen mit Menschen und Natur, aus Farben, Gerüchen und Geschmacksrichtungen zusammengesetzt ist. Ein Heimat-Buch im besten Sinne.
In Ergänzung zu den Fontane-Texten bietet das Buch einen sehr ausführlichen Anhang zur Stadtgeschichte von Freienwalde, eine Auswahlbibliographie und eine Übersicht prominenter Gäste im Kurbad des 19. Jahrhunderts, sowie viele interessante Webseitenhinweise.


Historische Raritäten
EDITION RARA AVIS

hrsg. von Martin A. Völker

Wilhelm Müller
Der Dreizehnte und andere Dichtungen
Herausgegeben von Maria-Verena Leistner.
Mit Scherenschnitten von Elke Sieg.
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, ca. 170 Seiten, 12,90 €
ISBN 978-3-89998-334-0
Erscheint im Oktober 2020.

Zum Buch
Der Mythos, der der Zahl 13 anhaftet, hat den Dichter Wilhelm Müller (1794-1827, genannt „Griechen-Müller“) zu einer dramatisch verlaufenden Lebensgeschichte angeregt. Der als 13. Kind einer Bergarbeiterfamilie geborene Bernhard Sölling leitet anfangs für sich eine Sonderrolle daraus ab, wird zum Außenseiter und fühlt sich von der Zahl fortan schicksalhaft verfolgt.
Wilhelm Müller (1794–1827) ist heute kein Unbekannter. Seine Lieder der Griechen oder die Zyklen Die schöne Müllerin und Die Winterreise in der Vertonung durch Franz Schubert haben ihn unsterblich gemacht.
Etwas vergessen und mit großem Gewinn zu entdecken sind seine Novelle Der Dreizehnte, die an den Romantiker Ludwig Tieck erinnert, sowie die Muscheln von der Insel Rügen und seine Tafellieder für Liedertafeln.
Eine Lektüre voller Spannung und Wendungen.


Uwe Hentschel (Hg.)
Zelters Reisebriefe
Broschur, 12,5 x 19,0 cm, ca. 190 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-339-5
Erscheint im Oktober 2020.

Als Goethe nach 1816 Weimar kaum noch verließ, schien es, als habe er seinen engsten Freund, den Berliner Baumeister und Komponisten Karl Friedrich Zelter, dafür ausersehen, für ihn als ein „Odysseischer Vagabund“ die ‚Welt‘ zu erkunden. Die Briefe, in denen der Reisende informativ, anschaulich und mit viel Humor über seine Erfahrungen in der Fremde berichtete, hielt Goethe für so interessant, dass er sie eigens kopieren ließ und sogar deren Veröffentlichung erwog, wozu es jedoch nicht kam; sie erschienen bislang nur im Rahmen des umfangreichen Goethe-Zelter-Briefwechsels.
Mit dem vorliegenden Band wird nun nach 200 Jahren Goethes Wunsch erfüllt; die hier versammelten Reisebriefe Zelters sind es wert, von uns neu entdeckt zu werden. Ein ausführliches Nachwort bemüht sich um die literaturgeschichtliche Einordnung der Reisedokumente.

„Es geht daraus hervor, daß du niemals liebenswürdiger und mittheilender bist als unterwegs [...].“
[Goethe an Zelter, 9. Januar 1827

Einen ganz eignen Reiz haben [...] deine Reiseberichte und zwar einen doppelten: dem wackern Manne hat sich der Architekt und der Musiker zugesellt, und der Bereich dieser Societät ist gar nicht auszumessen.“
[Goethe an Zelter, 9. Juni 1827]

„Übrigens sind auch die Briefe von Zelter keineswegs nur in ihrer Beziehung auf Goethe merkwürdig und lesenswert, sie sind zum großen Teil an sich selber voll Interesse, voll Gescheitheit, Charakter und einer munteren, oft prächtig frischen Darstellungskraft, namentlich die Briefe von den größeren Reisen.“
[Hermann Hesse: „Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter“ (1919), in: H. H.: Gesammelte Werke. Bd. 12, hg. v. Volker Michels, Frankfurt a. M. 1970, S. 187

„Gerade aus der Intensität und Individualität der Wahrnehmung und Darstellung entsteht das Repräsentative der Briefe Zelters. Je eigenständiger der Autor schreibt, je weniger er sich auf literarische Konventionen verläßt, desto natürlicher wirkt, was er schreibt, desto durchlässiger wird es für Anthropologisches, desto kunstvoller in einem bestimmten Sinn erscheinen auch die Briefe.“ 
[Bettina Hey`l: Der Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter. Lebenskunst und literarisches Projekt, Tübingen 1996, S. 142f.] 


Edition Lessinghaus

hrsg. von Martin A. Völker

Zur Edition
Wie kein anderer Name steht der Name Lessings in Berlin für eine Kunstaffinität, eine Bildungs- und Humanitätstradition, die über das 18. ins 21. Jahrhundert reicht. Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) weilte während seines letzten Aufenthalts in Berlin 1765 bis 1767 im Haus Am Königsgraben 10. Es gehörte dem Kupferstecher und Verleger Johann David Schleuen (1711–1771) und befand sich bis zum Abriss am 3. Oktober 1910 in der Nähe des Bahnhofs Alexanderplatz. Anfang 1908 wurde dort das Lessing-Museum eingerichtet, welches wenige Tage nach dem Abriss des Gebäudes im Nicolaihaus in der Brüderstraße 13 wiedereröffnet wurde. Mit dem Lessing-Museum waren auch verbunden die Lessing-Gesellschaft und die berühmte Lessing-Hochschule, die bis zu ihrer Gleichschaltung und Zerschlagung während der NS-Zeit tausende Berliner Hörer verzeichnen konnte.
Der Anthea Verlag unterhält eine Dependance in dem heutigen Lessinghaus, einem mit einer Lessing-Gedenktafel versehenen Nachbau im Nikolaiviertel, Nikolaikirchplatz 7. Dieser Ort ist ebenso geschichtsträchtig: zwischen 1752 und 1755, während seines zweiten Aufenthalts, wohnte Lessing beengt im 2. Stock des alten Fachwerkbaus Nikolaikirchplatz 10, von wo aus er mit seinen Freunden Moses Mendelssohn (1729–1786) und Friedrich Nicolai (1733–1811) verkehrte.
Die Edition Lessinghaus pflegt die Traditionslinien und das Erbe Lessings in Berlin.

Zum Herausgeber der Edition
Martin A. Völker, geboren 1972 in Berlin. Dr. phil., Kulturwissenschaftler und Ästhetiker. Nach langjähriger Lehrstuhlassistenz am Seminar für Ästhetik der Berliner Humboldt-Universität arbeitet er heute als Publizist und Lektor, Dozent und Sciencecoach. Seit 2016 wirkt er als Gastprofessor für Germanistik an der Universität Stettin. Völker schreibt Essays zu vergessenen Autorinnen und Autoren der Literaturgeschichte des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, deren Werke er neu herausgibt, daneben Lyrik und Kurzprosa. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, im Internationalen PEN-Club sowie in der europäischen Autorenvereinigung „Die Kogge“ (Hansestadt Minden). Zuletzt erschienen als Editionen mit Völkers Essays: Katarina Botsky: In den Finsternissen (2012); Katarina Botsky: Krähendämmerung (2014); Peter Baum: Im alten Schloß (2015); Gerhard von Amyntor: Eine moderne Abendgesellschaft. Plauderei über Antisemitismus (2016).

 

Band 3
Gotthold Ephraim Lessing
Nathan der Weise
Gebunden, 12,0 x 19,0 cm, ca. 210 Seiten, 3 Illustrationen von Franz Peters, 16,90 €
ISBN 978-3-943583-67-0
Erscheint im I. Quartal 2021.


edition Europa 2go

hrsg. von Martin A. Völker

https://sharingheritage.de/projekte/buchreihe-europa-2go

Zur Edition
Der Anthea Verlag nahm das von der Europäischen Kommission ausgerufene Europäische Kulturerbejahr 2018 zum Anlass, eine neue Reihe zu beginnen: In der Reihe Europa 2go [sprich: Europa-to-go] werden kürzere Texte zu Ländern und einzelnen Städten Europas sowie schriftstellerische Extrakte zu europäischen Werten und zum geistigen Kulturerbe veröffentlicht. Die Reihe gewährt Einblicke in das europäische Denken, Dichten und Reisen.Eine Vielzahl von Autoren wurden nach vielen Jahrzehnten wiederentdeckt, die ohne Zweifel zur zur literarischen Schatzkammer Europas gehören.

Gemäß des Länderschwerpunkts der Leipziger Buchmesse 2018 behandelten die ersten drei Bände dieser Reihe das Land Rumänien: Im ersten Band wird ein stimmungsvoller Bericht wiedergegeben, der im Jahr 1882 als Bilder aus Rumänien erstmals erschien. Die heute unbekannte Autorin Adelheid Bandau beschreibt die Stadt Bukarest, das bunte Treiben des Jahrmarkts, die religiösen Orte und Feste, die Riten und Untiefen des Alltags. Sie endet mit der feierlichen Königskrönung des rumänischen Herrscherpaares im Mai 1881. Der zweite Band der Reihe enthält Erinnerungen und Essays der rumänischen Königin Elisabeth zu Wied (1843–1916), die unter dem Pseudonym Carmen Sylva vor allem Gedichte, aber auch Prosatexte und Dramatisches schrieb und in ihrer Zeit als bedeutende Schriftstellerin gefeiert wurde. „Von jedem Buche“, bemerkt sie 1907, „behält man meistens einen Satz“, und die vorliegende Zusammenstellung ist eine wahre Schatzkammer solcher Sätze der Lebenskunst, der Weisheit und inneren Einkehr, der schmerzhaften Krisen und der Hoffnung. Der dritte Band der Reihe Europa 2go versammelt Texte des 1889 verstorbenen rumänischen National- und Meisterdichters Mihai Eminescu. In besonderer Ausdeutung begegnet dem Leser die von deutschen Schriftstellern vorgeprägte Romantik: die Blaue Blume, die Naturbegeisterung sowie die enttäuschte Liebe und das Leiden am Leben. Die nihilistische Tendenz bei Eminescu, die das Grundgefühl der Moderne ausmacht, ist immer poetisch-schön.

Alle Bände sind mit einem Nachwort versehen, das die wesentlichen Informationen zu den Autoren, den ausgewählten Texten und ihren Kontexten prägnant wie essayistisch aufbereitet.

Diese Reihe wird mit Autoren aus Ost- und Westeuropa fortgesetzt.


Kunst

 


Russischsprachige Literatur

Belletristik

 

Lyrik

 


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