Uwe Hentschel (Hg.) : Zelters Reisebriefe

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Uwe Hentschel (Hg.) : Zelters Reisebriefe. Broschur, 12,5 x 19,0 cm, 306 Seiten
Verkaufspreis14,90 €
Steuerbetrag0,71 €
Beschreibung

Uwe Hentschel (Hg.)
Zelters Reisebriefe
Broschur, 12,5 x 19,0 cm
306 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-89998-339-5

 

Als Goethe nach 1816 Weimar kaum noch verließ, schien es, als habe er seinen engsten Freund, den Berliner Baumeister und Komponisten Karl Friedrich Zelter, dafür ausersehen, für ihn als ein „Odysseischer Vagabund“ die ‚Welt‘ zu erkunden. Die Briefe, in denen der Reisende informativ, anschaulich und mit viel Humor über seine Erfahrungen in der Fremde berichtete, hielt Goethe für so interessant, dass er sie eigens kopieren ließ und sogar deren Veröffentlichung erwog, wozu es jedoch nicht kam; sie erschienen bislang nur im Rahmen des umfangreichen Goethe-Zelter-Briefwechsels.
Mit dem vorliegenden Band wird nun nach 200 Jahren Goethes Wunsch erfüllt; die hier versammelten Reisebriefe Zelters sind es wert, von uns neu entdeckt zu werden. Ein ausführliches Nachwort bemüht sich um die literaturgeschichtliche Einordnung der Reisedokumente.

„Es geht daraus hervor, daß du niemals liebenswürdiger und mittheilender bist als unterwegs [...].“
[Goethe an Zelter, 9. Januar 1827

Einen ganz eignen Reiz haben [...] deine Reiseberichte und zwar einen doppelten: dem wackern Manne hat sich der Architekt und der Musiker zugesellt, und der Bereich dieser Societät ist gar nicht auszumessen.“
[Goethe an Zelter, 9. Juni 1827]

„Übrigens sind auch die Briefe von Zelter keineswegs nur in ihrer Beziehung auf Goethe merkwürdig und lesenswert, sie sind zum großen Teil an sich selber voll Interesse, voll Gescheitheit, Charakter und einer munteren, oft prächtig frischen Darstellungskraft, namentlich die Briefe von den größeren Reisen.“
[Hermann Hesse: „Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter“ (1919), in: H. H.: Gesammelte Werke. Bd. 12, hg. v. Volker Michels, Frankfurt a. M. 1970, S. 187

„Gerade aus der Intensität und Individualität der Wahrnehmung und Darstellung entsteht das Repräsentative der Briefe Zelters. Je eigenständiger der Autor schreibt, je weniger er sich auf literarische Konventionen verläßt, desto natürlicher wirkt, was er schreibt, desto durchlässiger wird es für Anthropologisches, desto kunstvoller in einem bestimmten Sinn erscheinen auch die Briefe.“
[Bettina Hey`l: Der Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter. Lebenskunst und literarisches Projekt, Tübingen 1996, S. 142f.]

 

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