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Belletristik

BERLIN
Stadt der Erinnerungen

Reiseführer
Herausgegeben von Maria Czaputowicz, Urszula Cyrynger und Joanna Marszałek
Broschur, 12,0 x 21,0 cm, 280 Seiten, m. 42 teilw. farbigen Abbildungen, 17,90 €
ISBN 978-3-943583-66-3
Erscheint im II. Quartal 2018.

Zum Buchinhalt:
Woran erinnert sich die Stadt Berlin?
Woran kann es sich nicht erinnern?
Was würde es lieber vergessen?
Dieser Stadtführer bietet Antworten zu diesen Fragen. Junge polnische Historiker, Soziologen und Kulturwissenschaftler haben sich mit der kollektiven Erinnerung im Stadtraum Berlins befasst und einen außergewöhnlichen Stadtführer verfasst. Sie führen uns durch Berlin und bringen uns nicht nur die Geschichte, sondern auch die Bedeutung der wichtigsten Gedenkorte Berlins näher.
„Berlin. Stadt der Erinnerung“ beinhaltet 20 Artikel, die nicht nur die bekanntesten, sondern auch die weniger in der öffentlichen Wahrnehmung stehenden Orten den Spuren der beiden totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts gewidmet sind. Das Buch erklärt das Phänomen der komplizierten stadtmorphologischen Struktur Berlins, indem es in den Kontext des kollektiven Gedächtnisses und der Geschichtspolitik im heutigen Deutschland dargestellt wird.


Ehregott A. C. Wasianski 
Kant in seinen letzten Lebensjahren
Broschur, 12,0 x 17,0 cm,  ca. 144 Seiten,  9,90 €
ISBN 978-3-943583-61-8 
Erscheint im II. Quartal 2018.


Lyrik

Margarete Hoffend
Aschenruf
Gedichte
Gebunden, 12,0 x 21,0 cm, ca. 120 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-82-3
Erscheint im II. Quartal 2018.

Zum Buch
Das Buch "Aschenruf" richtet sich gegen das Vergessen der Shoa in Europa und beschreibt lyrisch den gegenwärtigen Antisemitismus, der sich ungehindert im sogenannten „Antizionismus" fortsetzt - und sich am Staat Israel abarbeitet. Aktivisten, die für Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen stehen, machen sich stark für das Entfernen von israelischen Produkten aus den Regalen von Supermärkten in Westeuropa, für den Ausschluss israelischer Künstler und Sportler von internationalen Veranstaltungen. Sie setzen Wissenschaftler und Unternehmer, die beabsichtigen, mit Israel zu kooperieren, unter Druck und scheuen sich nicht, Künstler, die in Israel auftreten wollen, in ein schlechtes Licht zu setzen. Diese sogenannten "antizionistischen" Personen aus dem linken und rechten politischen Spektrum in Deutschland und Europa betreiben mit ihren lautstarken Parolen wie u. a. „Kindermörder Israel" die Dämonisierung und Destabilisierung des einzigen demokratischen Staates im Nahen Osten mit dem Ziel seiner Auflösung an.

Die Autorin wurde in Köln geboren. 1984 entstanden die ersten Gedichte Aschenruf und Für Jakob und seine Schwester, die Erich Fried anerkennend begutachtete. Die meisten Gedichte in diesem Buch folgten einige Jahre später nach einer siebentägigen Gedenkfahrt nach Auschwitz. Einzelne Gedichte wurden publiziert, u. a. in den Periodika von amnesty international. 2017 kamen Gedichte, die den gegenwärtigen Antisemitismus in Europa betreffen, dazu.
Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Berlin.


Sona Van
Libretto für die Wüste
Gedichte
Broschur, 12,0 x 21,0 cm, ca. 172 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-81-6
Erscheint im II. Quartal 2018.

Aus dem Vorwort der Autorin 
Jedes Mal, wenn ich unter Anspannung meiner Einbildungskraft zu der durch die Wüste Deir ez-Zor gehende Todeskarawane stoße, wenn es mit Geschicktheit meiner Sinne gelingt, auf meiner Brust die Kälte des allmählich unbeweglich werdenden Körpers des wegen der verstümmelten Brustwarzen vor Hunger jammernden Kleinkindes zu spüren, oder wenn ich auf Kosten meines emotionalen Gedächtnisses mit dem Atemrhythmus der vom Jatagan weglaufenden Jungfrau keuchen kann, bewegt sich meine mit Zorn gefüllte selbstzufriedene Feder schlangenartig durch das gelbe Gedächtnis des Sandes, bis sie auf den ersten Knochen stößt und innehält. In diesem Augenblick lacht ein Skelett mit lautem Geklapper in mir und verhöhnt mich wegen meiner Tapferkeit und jener Vermessenheit, dass ich quasi, oh, siehe, diese tierische Form der unsäglichen menschlichen Erniedrigung und dieses ungeheure Maß des nicht wiederzugebenden Leides bereits wirklich kenne und sogar so gut, dass ich es mir erlauben kann, sie in eine konkrete Form und Zeile umzuwandeln! Und da ich selbst die Berührung dieses Thema mit Fingern eines Opfers, das kein Augenzeuge gewesen ist, für eine Frage des Rechts halte, werfe ich einer beim Vergehen Ertappten gleich mein Gekritzel sofort in den Mülleimer, nachdem ich es vorher in kleine Stücke zerlegt habe. Ich bin sicher, das gleiche Schicksal hätte auch diesen Versuch meiner mit dem Völkermord verbundenen Autobiografie ereilt, wäre erneut meine prätentiöse Einbildungskraft oder geschwätzige Muse der Beansprucher gewesen, und nicht das Schweigen der hundert Jahre lang mit Sand gefüllten Kiefer, nicht das in meinen Ohren täglich zunehmende defekte, synthetische Rauschen des wahren Blutflusses.


Historische Raritäten
EDITION RARA AVIS

hrsg. von Martin A. Völker

 

 


Edition Lessinghaus

hrsg. von Martin A. Völker

Zur Edition
Wie kein anderer Name steht der Name Lessings in Berlin für eine Kunstaffinität, eine Bildungs- und Humanitätstradition, die über das 18. ins 21. Jahrhundert reicht. Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) weilte während seines letzten Aufenthalts in Berlin 1765 bis 1767 im Haus Am Königsgraben 10. Es gehörte dem Kupferstecher und Verleger Johann David Schleuen (1711–1771) und befand sich bis zum Abriss am 3. Oktober 1910 in der Nähe des Bahnhofs Alexanderplatz. Anfang 1908 wurde dort das Lessing-Museum eingerichtet, welches wenige Tage nach dem Abriss des Gebäudes im Nicolaihaus in der Brüderstraße 13 wiedereröffnet wurde. Mit dem Lessing-Museum waren auch verbunden die Lessing-Gesellschaft und die berühmte Lessing-Hochschule, die bis zu ihrer Gleichschaltung und Zerschlagung während der NS-Zeit tausende Berliner Hörer verzeichnen konnte.
Der Anthea Verlag unterhält eine Dependance in dem heutigen Lessinghaus, einem mit einer Lessing-Gedenktafel versehenen Nachbau im Nikolaiviertel, Nikolaikirchplatz 7. Dieser Ort ist ebenso geschichtsträchtig: zwischen 1752 und 1755, während seines zweiten Aufenthalts, wohnte Lessing beengt im 2. Stock des alten Fachwerkbaus Nikolaikirchplatz 10, von wo aus er mit seinen Freunden Moses Mendelssohn (1729–1786) und Friedrich Nicolai (1733–1811) verkehrte.
Die Edition Lessinghaus pflegt die Traditionslinien und das Erbe Lessings in Berlin.

Zum Herausgeber der Edition
Martin A. Völker, geboren 1972 in Berlin. Dr. phil., Kulturwissenschaftler und Ästhetiker. Nach langjähriger Lehrstuhlassistenz am Seminar für Ästhetik der Berliner Humboldt-Universität arbeitet er heute als Publizist und Lektor, Dozent und Sciencecoach. Seit 2016 wirkt er als Gastprofessor für Germanistik an der Universität Stettin. Völker schreibt Essays zu vergessenen Autorinnen und Autoren der Literaturgeschichte des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, deren Werke er neu herausgibt, daneben Lyrik und Kurzprosa. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, im Internationalen PEN-Club sowie in der europäischen Autorenvereinigung „Die Kogge“ (Hansestadt Minden). Zuletzt erschienen als Editionen mit Völkers Essays: Katarina Botsky: In den Finsternissen (2012); Katarina Botsky: Krähendämmerung (2014); Peter Baum: Im alten Schloß (2015); Gerhard von Amyntor: Eine moderne Abendgesellschaft. Plauderei über Antisemitismus (2016).

 

Band 2
Gotthold Ephraim Lessing
Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück
Gebunden, 12,0 x 21,0 cm,  ca. 180 Seiten, 2 Illustrationen von Franz Peters, 16,90 €
ISBN 978-3-943583-69-4
Erscheint im II. Quartal 2018.


Band 3
Gotthold Ephraim Lessing
Nathan der Weise
Gebunden, 12,0 x 21,0 cm,  ca. 210 Seiten, 3 Illustrationen von Franz Peters, 16,90 €
ISBN 978-3-943583-67-0
Erscheint im II. Quartal 2018.


Edition Berliner Leben

Wilhelm Raabe
Die Chronik der Sperlingsgasse
Broschur, 12,0 x 19,0 cm, 342 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-76-2
Erscheint im II. Quartal 2018.


Kinderbücher

 


Russischsprachige Literatur

Belletristik

 

Lyrik