Vorankündigungen

Belletristik

Volker Klimpel
Truffaldino
Broschur, 14,8 x 21,0 cm
ca. 230 Seiten, 17,90 €
ISBN 978-3-89998-405-7
Erscheint im 4. Quartal 2022

Es handelt sich um die Erinnerungen eines bisher unbekannt gebliebenen Hausangestellten des damaligen Partei- und Staatschefs der DDR, Walter Ulbricht, mit Einblicken in dessen Privatleben aus der Froschperspektive. Voyeuristische Bedürfnisse werden nicht bedient. Ernstes und Kurioses wechseln sich ab mit Rand- und Nebenerscheinungen aus einem Politikerleben von den 1950er bis in die frühen 1970er Jahre. Der Erzähler macht aus seiner Unbedarftheit keinen Hehl,  bewahrt aber immer Distanz und eine eigene Meinung, die er zu seiner aktiven Zeit jedoch bewusst für sich behielt und erst in vorliegender Schrift ansatzweise zum Ausdruck bringt. Er hat sich, obwohl den Mächtigen so nahe wie kaum einer, nicht vom System „fangen“ lassen und ist im Grunde ein unpolitischer Mensch geblieben. So harmlos manche seiner Einlassungen auch klingen mögen, so ist doch der ernste Hintergrund stets gegenwärtig. Das Banale im Alltag wird sichtbar, das Böse bleibt weitestgehend im Dunkeln.


Marion Hartmann / Imad Al Suliman
freedenslieder
Gedichte gegen den Krieg
Broschur, 12 x 19 cm
69 Seiten, 16,90 €
ISBN 978-3-89998-401-9
Erscheint im 4. Quartal 2021


Dieter Drescher
Eisige Zone
Broschur, 17 x 24 cm,
500 Seiten, 28,00 €
ISBN 978-3-89998-399-9
Erscheint im 4. Quartal 2021



Dr. med. Markus Markiewitz
DER BESCHWERLICHE WEG
Erinnerungen eines Arztes aus Bad Freienwalde an die Höhen und Tiefen
seiner beruflichen Tätigkeit in dem Zeitraum von 1959 bis 2003
Broschur, 21,0 x 29,7 cm
210 Seiten, 25,00 €
ISBN 978-3-89998-403-3
Erscheint im 3. Quartal 2022

Autoren Vita
Markiewitz, Markus, geb. am 12.05.1930, promovierter Facharzt für Allgemeinmedizin und Subspezialist für Rheumatologie, tätig in Bad Freienwalde im Zeitraum 1959 bis 2003.
Nach der Facharztanerkennung 1963 mit führenden Funktionen im Bereich des ambulanten Gesundheitswesens betraut.
Insbesondere auch als Ausbildungsleiter der Facharztkandidaten für Allgemeinmedizin und als mitbestimmender Arzt auf dem Gebiet der Rheumatologie in Zusammenarbeit mit den übergeordneten fachlichen Gremien und der Gesellschaft für Rheumatologie der DDR.

Exposé
Meine Erinnerungen beinhalten Ereignisse in einer extremen geschichtsträchtigen Zeit. Sie war geprägt durch systembedingte Bevormundung und das Fehlverhalten einiger mit Machtbefugnissen ausgestatteter Parteifunktionäre. Das betraf aber auch einige geltungsbedürftige beruflich unterdurchschnittlich tätige Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die den Zeitraum der Wende nutzten, um ihren angestauten Frust abzubauen. Dieser Personenkreis bediente sich nahezu des gleichen seinerzeit gängigen Vokabulars um mit Beschimpfungen und Verunglimpfungen ihren erdachten und unwahren Argumentationen und Behauptungen Nachdruck zu verleihen. Es ist deshalb rechtens diese Leute nicht mit Samthandschuhen anzufassen und sie entsprechend zu titulieren.
Ein weiteres Anliegen meiner „Erinnerungen“ war zu verdeutlichen, dass der Fachrichtung Allgemeinmedizin eine gebührende und entscheidende Rolle bei der gesundheitlichen Betreuung der Patienten zukommt. Der Hausarzt ist am besten in der Lage, sich in die Problematik eines Patienten hineinzuversetzen und bei der therapeutischen Weichenstellung entscheidende Hinweise zu geben.
Auch dem Umgang mit Patienten muss mehr Beachtung geschenkt werden. Das sind sensibilisierte Menschen, die jedes Wort eines Arztes auf die Goldwaage stellen. Tröstende Worte des Arztes stärken das Vertrauensverhältnis, welches manchmal entscheidend den Therapieerfolg beeinflusst. Es ist verwerflich, wenn ein Facharzt aus Bad Freienwalde, der bei einem Patienten ein Krebsleiden diagnostiziert, und ihm auf seine Frage wie seine Chancen zu bewerten wären, unqualifiziert antwortet: „Eine Langspielplatte würde ich an ihrer Stelle nicht mehr kaufen“.
Die psychische Betreuung der Patienten mit Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises verdeutlicht, wie in meinen „Erinnerungen“ geschildert, diese unabdingbare Berücksichtigung eines Arztes.



Etela Farkašová

Es ist geschehen
Broschur, 14,8 x 21,0 cm
152 Seiten, 16,90 €
ISBN 978-3-89998-398-2
Erscheint im 3. Quartal 2022

Der Tod und das Sterben werden in der Gegenwartsliteratur noch tabuisiert, obwohl sie in den Nachrichten tagtäglich heimisch sind. Es sind eben zwei verschiedene Dinge – anonyme Todesfälle zu melden oder zu zeigen, oder für das Dahinscheiden enger Angehöriger die richtigen Worte zu finden. Die slowakische Schriftstellerin Etela Farkašová empfand die Notwendigkeit, den Prozess des Abschiednehmens von der Mutter literarisch zu gestalten, wobei sie in der Tradition von Simone de Beauvoir, Annie Ernaux und Helene Cixous steht.
Das vorliegende Buch beschreibt eindrucksvoll die Herausforderungen und die Vielfalt an Emotionen, die ein Leben nahe dem Tod mit sich bringen. Es ist aus der Perspektive einer Tochter erzählt, die ihre todkranke Mutter pflegt und dabei versucht, deren Leben zu verstehen. Sie erahnt dabei, trotz aller Vertrautheit mit der Mutter, dass es weiße Flecken in ihrer Lebensgeschichte gibt. Etela Farkašová lotet mit ihrem einfühlsamen Werk daher nicht nur die ambivalente Gefühlswelt Ihrer Protagonistin aus, sondern sie wirft ebenfalls die Frage auf, inwiefern ein Mensch den Anderen, seinen Nächsten, wirklich kennen und verstehen kann. Das Abschiednehmen von sterbenden Angehörigen spiegelt somit den Versuch wider, einen Kern oder einen Teil der Liebsten, die von uns gehen, festzuhalten und ihn über den Tod hinweg in uns zu bewahren.



Inge Ruth Marcus
Glut im Eis
Vier Generationen zwischen fünf Diktaturen
Nikolaus II - Hitler - Mandschukio - Stalin - Mao Dse Dong
Biografischer Roman
Broschur, 14,8 x 21 cm, 700 Seiten, 22,90 €
ISBN 978-3-89998-391-3
Erscheint im 3. Quartal 2022

Im Jahr 1899 ist Josef Naumann 20 Jahre alt und Angestellter in Hamburg. Er will der Enge seines vorbestimmten Lebens entfliehen und bekommt ein Angebot von einem deutschen Handelshaus in Wladiwostok, Sibirien. Vor Ort bestimmen Begegnungen mit Menschen aus vielen Kulturen und ungewohnte Herausforderungen sein Leben. Aber zwischen Russland, China, Japan und den Kolonialmächten spitzen sich politische Konflikte zu, ein Krieg folgt dem nächsten.

Durch den 1. Weltkrieg gerät Josef Naumann selbst in sibirische Verbannung, lebt sieben Jahre unter Burjaten und gründet eine Familie. Er unterstützt das IRK bei der schwierigen Rückführung deutscher Zivilgefangener. Als er von der Roten Armee mit dem Tode bedroht wird, flieht er mit seiner Familie im Schlittenkonvoi durch die Fronten des Bürgerkrieges.

In Wladiwostok angelangt, findet er statt der erwarteten Alliierten ein sowjetisches Regime vor, das die Handelshäuser geplündert hat. Sowjetische Funktionäre ordnen Josef Naumann an, die Versorgung der Bevölkerung wieder aufbauen, wobei sie ihn - mit solidarischen Ausnahmen - systematisch daran hindern. Als er einem Verfolgten zur Flucht verhilft, wird er verraten. Ihm drohen Todesstrafe oder Gulag. Chinesische Freunde verhelfen der Familie zur Flucht nach Harbin in der Mandschurei. Nach Jahren des Friedens holen auch da politische Wirren im Spannungsdreieck Russland – China – Japan die Familie ein, wieder folgt ein Krieg dem nächsten. Nach dem 2. Weltkrieg marschiert die Rote Armee in die Mandschurei ein, um die Mandschukuodiktatur zu beenden. Die Familie wird verfolgt und getrennt, in der Nachkriegszeit versuchen ihre Überlebenden, sich wieder zu finden.


Sachbücher

BERLIN
Stadt der Erinnerungen

Reiseführer
Herausgegeben von Maria Czaputowicz, Urszula Cyrynger und Joanna Marszałek
Broschur, 12,0 x 21,0 cm, 280 Seiten, m. 42 teilw. farbigen Abbildungen, 14,90 €
ISBN 978-3-943583-66-3

Zum Buch
Woran erinnert sich die Stadt Berlin?
Woran kann es sich nicht erinnern?
Was würde es lieber vergessen?
Dieser Stadtführer bietet Antworten zu diesen Fragen. Junge polnische Historiker, Soziologen und Kulturwissenschaftler haben sich mit der kollektiven Erinnerung im Stadtraum Berlins befasst und einen außergewöhnlichen Stadtführer verfasst. Sie führen uns durch Berlin und bringen uns nicht nur die Geschichte, sondern auch die Bedeutung der wichtigsten Gedenkorte Berlins näher.
„Berlin. Stadt der Erinnerung“ beinhaltet 20 Artikel, die nicht nur die bekanntesten, sondern auch die weniger in der öffentlichen Wahrnehmung stehenden Orten den Spuren der beiden totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts gewidmet sind. Das Buch erklärt das Phänomen der komplizierten stadtmorphologischen Struktur Berlins, indem es in den Kontext des kollektiven Gedächtnisses und der Geschichtspolitik im heutigen Deutschland dargestellt wird.


Lyrik

 


edition #tf19

FONTANE - 200 JAHRE

Zum Jubiläumsjahr von Theodor Fontane (1819-1898) werden wir einige Bücher vorbereiten.

Herausgegeben von Martin A. Völker

„In dem Gebiete der poetischen Erzählung verdient Theodor Fontane rühmende Erwähnung, dessen Gedicht Von der schönen Rosamunde (Dessau 1850) in ebenso anmuthiger wie gewandter Form leichte Versguirlanden um die tragische Geschichte schlingt. Das ist ein lustiges poetisches Schlittschuhlaufen auf glatter Eisfläche, nichts Holpriges, freilich auch keine Überfracht an Gedanken.“
Rudolf Gottschall

„Um als Lyriker der Liebe produktiv zu sein, war Theodor Fontane, banal ausgedrückt, zu monogam veranlagt.“
Paul von Szczepanski


Theodor Fontane
Archibald Bell the Cat
Schottische Reisebilder

Broschur, 12,5 x 19,0 cm, ca. 242 Seiten, 9,90 €
ISBN 978-3-89998-274-9


Edition Lessinghaus

hrsg. von Martin A. Völker

Zur Edition
Wie kein anderer Name steht der Name Lessings in Berlin für eine Kunstaffinität, eine Bildungs- und Humanitätstradition, die über das 18. ins 21. Jahrhundert reicht. Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) weilte während seines letzten Aufenthalts in Berlin 1765 bis 1767 im Haus Am Königsgraben 10. Es gehörte dem Kupferstecher und Verleger Johann David Schleuen (1711–1771) und befand sich bis zum Abriss am 3. Oktober 1910 in der Nähe des Bahnhofs Alexanderplatz. Anfang 1908 wurde dort das Lessing-Museum eingerichtet, welches wenige Tage nach dem Abriss des Gebäudes im Nicolaihaus in der Brüderstraße 13 wiedereröffnet wurde. Mit dem Lessing-Museum waren auch verbunden die Lessing-Gesellschaft und die berühmte Lessing-Hochschule, die bis zu ihrer Gleichschaltung und Zerschlagung während der NS-Zeit tausende Berliner Hörer verzeichnen konnte.
Der Anthea Verlag unterhält eine Dependance in dem heutigen Lessinghaus, einem mit einer Lessing-Gedenktafel versehenen Nachbau im Nikolaiviertel, Nikolaikirchplatz 7. Dieser Ort ist ebenso geschichtsträchtig: zwischen 1752 und 1755, während seines zweiten Aufenthalts, wohnte Lessing beengt im 2. Stock des alten Fachwerkbaus Nikolaikirchplatz 10, von wo aus er mit seinen Freunden Moses Mendelssohn (1729–1786) und Friedrich Nicolai (1733–1811) verkehrte.
Die Edition Lessinghaus pflegt die Traditionslinien und das Erbe Lessings in Berlin.

Zum Herausgeber der Edition
Martin A. Völker, geboren 1972 in Berlin. Dr. phil., Kulturwissenschaftler und Ästhetiker. Nach langjähriger Lehrstuhlassistenz am Seminar für Ästhetik der Berliner Humboldt-Universität arbeitet er heute als Publizist und Lektor, Dozent und Sciencecoach. Seit 2016 wirkt er als Gastprofessor für Germanistik an der Universität Stettin. Völker schreibt Essays zu vergessenen Autorinnen und Autoren der Literaturgeschichte des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, deren Werke er neu herausgibt, daneben Lyrik und Kurzprosa. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, im Internationalen PEN-Club sowie in der europäischen Autorenvereinigung „Die Kogge“ (Hansestadt Minden). Zuletzt erschienen als Editionen mit Völkers Essays: Katarina Botsky: In den Finsternissen (2012); Katarina Botsky: Krähendämmerung (2014); Peter Baum: Im alten Schloß (2015); Gerhard von Amyntor: Eine moderne Abendgesellschaft. Plauderei über Antisemitismus (2016).

 

Band 3
Gotthold Ephraim Lessing
Nathan der Weise
Gebunden, 12,0 x 19,0 cm, ca. 210 Seiten, 3 Illustrationen von Franz Peters, 16,90 €
ISBN 978-3-943583-67-0
Erscheint im 3. Quartal 2022.


edition Europa 2go

hrsg. von Martin A. Völker

https://sharingheritage.de/projekte/buchreihe-europa-2go

Zur Edition
Der Anthea Verlag nahm das von der Europäischen Kommission ausgerufene Europäische Kulturerbejahr 2018 zum Anlass, eine neue Reihe zu beginnen: In der Reihe Europa 2go [sprich: Europa-to-go] werden kürzere Texte zu Ländern und einzelnen Städten Europas sowie schriftstellerische Extrakte zu europäischen Werten und zum geistigen Kulturerbe veröffentlicht. Die Reihe gewährt Einblicke in das europäische Denken, Dichten und Reisen.Eine Vielzahl von Autoren wurden nach vielen Jahrzehnten wiederentdeckt, die ohne Zweifel zur zur literarischen Schatzkammer Europas gehören.

Gemäß des Länderschwerpunkts der Leipziger Buchmesse 2018 behandelten die ersten drei Bände dieser Reihe das Land Rumänien: Im ersten Band wird ein stimmungsvoller Bericht wiedergegeben, der im Jahr 1882 als Bilder aus Rumänien erstmals erschien. Die heute unbekannte Autorin Adelheid Bandau beschreibt die Stadt Bukarest, das bunte Treiben des Jahrmarkts, die religiösen Orte und Feste, die Riten und Untiefen des Alltags. Sie endet mit der feierlichen Königskrönung des rumänischen Herrscherpaares im Mai 1881. Der zweite Band der Reihe enthält Erinnerungen und Essays der rumänischen Königin Elisabeth zu Wied (1843–1916), die unter dem Pseudonym Carmen Sylva vor allem Gedichte, aber auch Prosatexte und Dramatisches schrieb und in ihrer Zeit als bedeutende Schriftstellerin gefeiert wurde. „Von jedem Buche“, bemerkt sie 1907, „behält man meistens einen Satz“, und die vorliegende Zusammenstellung ist eine wahre Schatzkammer solcher Sätze der Lebenskunst, der Weisheit und inneren Einkehr, der schmerzhaften Krisen und der Hoffnung. Der dritte Band der Reihe Europa 2go versammelt Texte des 1889 verstorbenen rumänischen National- und Meisterdichters Mihai Eminescu. In besonderer Ausdeutung begegnet dem Leser die von deutschen Schriftstellern vorgeprägte Romantik: die Blaue Blume, die Naturbegeisterung sowie die enttäuschte Liebe und das Leiden am Leben. Die nihilistische Tendenz bei Eminescu, die das Grundgefühl der Moderne ausmacht, ist immer poetisch-schön.

Alle Bände sind mit einem Nachwort versehen, das die wesentlichen Informationen zu den Autoren, den ausgewählten Texten und ihren Kontexten prägnant wie essayistisch aufbereitet.

Diese Reihe wird mit Autoren aus Ost- und Westeuropa fortgesetzt.


Edition Berliner Leben

 


Kunst

 


Russischsprachige Literatur

 


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