📖 Lesung und Gespräch: Miroslav Hlaučo – Pfingsten. Erinnerungen an ein Ende der Welt.

Im Rahmen des XIX. Literarischen Lenz in Centrope (12.–13. Mai 2026) stellt Miroslav Hlaučo seinen Roman vor, eine Geschichte zwischen Wunder und Moderne über ein Dorf im Umbruch und die Frage, was bleibt, wenn das Vertraute verschwindet.

Buchcover von „Pfingsten – Erinnerungen an ein Ende der Welt“ von Miroslav Hlaučo: cremefarbener Hintergrund mit dichten, geschwungenen Linien in Lila und Gold, die wie Wind- oder Wellenbewegungen über die gesamte Fläche ziehen; oben groß der Titel „PFINGSTEN“, dazu der Autorname, unten Verlagsname ANTHEA und der Hinweis „Aus dem Tschechischen von Raija Hauck“.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist das abgelegene Bergdorf St. Georg noch ein Ort, an dem Wunder Alltag sind: Man spricht mit Heiligen, geht über Wasser und pfeift Steine entzwei. Doch mit dem Aufbruch in die Moderne gerät diese Welt ins Wanken.

Als der totgeglaubte Odysseus ins Dorf zurückkehrt, beginnt eine Zeit des Umbruchs. Während die Bewohner zwischen Tradition und Zukunft stehen, tritt mit Franz Rechnitz ein Verwaltungsbeamter aus der Hauptstadt auf den Plan. Er soll Ordnung schaffen – und zwingt das Dorf, seine Wunder zu verbergen.

Mit vielsprachiger Erzählweise, feinem Humor und großer Detailfreude entwirft Miroslav Hlaučo ein lebendiges Panorama einer Welt an der Schwelle zur Moderne.

Sein Roman wurde 2025 mit dem Literaturpreis Magnesia gleich doppelt ausgezeichnet – als „Buch des Jahres“ und „Debüt des Jahres“.

Veranstaltungsdetails

📅 Dienstag, 12. Mai 2026
🕖 21:00 Uhr
📍 Theater Arche, Münzwardeingasse 2a, 1060 Wien
💶 Eintritt frei
🎤 Moderation und Organisation: Stephan-Immanuel Teichgräber und Jelena Semjonowa-Herzog

Eine Veranstaltung der Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur.