Anthea Verlag
Lena Lagushonkova: Die Katze hat auf meine Fahne gemacht
Lena Lagushonkova: Die Katze hat auf meine Fahne gemacht
Die Abraumhalden stehen wie immer. Der Fernseher läuft, russische Kanäle. In der Kleinstadt bei Luhansk
gilt: „Gut gelebt haben wir nie – warum jetzt damit anfangen?“
Lena wächst in der Ostukraine zwischen den Überresten der Sowjetunion und einer Gegenwart, die nie angekommen ist. Kranke Kinder werden zum Wunderheiler gebracht, der mit einem Ei über sie rollt. Töchter werden geboren, um Gehilfinnen ihrer Mütter zu sein. Man versteckt, was nicht sein darf – die jüdischen Wurzeln, den eigenen Willen, das Anderssein.
Lagushonkova erzählt das mit einer Genauigkeit, die unter die Haut geht. Todtraurig, zum Schreien komisch.
Zwischen den Zeilen die Vergangenheit: Verhaftungen, die Überlebenden aus Erschießungsgruben, die Angst, dass mit den Dokumenten was nicht stimmt. Und am Horizont immer: 2014, als Russland die Stadt besetzt.
„Das Buch ist voller Sarkasmus, Ironie, schwarzem Humor und Tragik. Es ist eine Geschichte über
gemeinsame Traumata – über Kinder, die nicht genug geliebt wurden, die nicht auffallen durften."
– Nataliia Patrikieieva, BBC Ukraine
- BBC-Ukraine-Preis 2025
- Chytomo 2025
12,5 × 20,5 cm, Hardcover, ca. 288 Seiten
ISBN 978-3-89998-482-8
25,- €
Erscheint am 12.11.2026
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